umwelt

Malaria-Impfung zeigt in Gambia Wirkung

Gesundheit

Forscher der britischen Medical Research Council Laboratories haben einem Impfstoff gegen Malaria ein vielversprechendes Zeugnis ausgestellt. In einer ersten Feldstudie in Gambia stellte sich die Malaria-Impfung bei rund der Hälfte der behandelten Männer als wirksam heraus. Bereits im nächsten Jahr sollen Impf-Studien an Kindern in Mosambik folgen. In Afrika stirbt zurzeit alle 20 Sekunden ein Kind an Malaria, wie die aktuelle Online-Ausgabe von New Scientist berichtet.

Greenpeace warnt vor Umweltgiften in Sportschuhen

Gesundheit

Sportschuhe enthalten fast immer das Umweltgift PVC. Daher hat Greenpeace anlässlich des bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts eine neue internationale Marktübersicht zu Sportschuhen veröffentlicht. Darin wird angeführt, welche der bekannten Sportartikelfirmen auf PVC verzichten oder dies für die nahe Zukunft planen.

Trittin rechnet mit sicherem Erreichen der Kyoto-Ziele

Klimaschutz

Bundesumweltminister Jürgen Trittin erwartet, dass Deutschland die im Kyoto-Protokoll festgeschriebenen Klimaschutzziele sicher erreichen wird. Von der Vorgabe, den Ausstoß der sechs wichtigsten Treibhausgase bis 2012 gegenüber 1990 um 21 Prozent zu reduzieren, habe Deutschland bereits 18,7 Prozentpunkte erzielt, sagte Trittin. Das Bundeskabinett hatte zuvor den Gesetzentwurf zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls verabschiedet.

Salzsäurewolke verschreckt Bevölkerung

Chemieunfall in Frankfurt/Main

Ein Chemieunfall im Frankfurter Industriepark Höchst hat am Donnerstag für eine weiße Salzsäurewolke über den angrenzenden Stadtteilen gesorgt. Wie das Chemieunternehmen Thermphos in Frankfurt am Main mitteilte, liefen beim Abfüllen der hochgiftigen Chemikalie Phosphortrichlorid am Nachmittag aus bislang ungeklärter Ursache rund 20 Liter aus. Die Substanz habe sich an der Luft sofort in Salzsäure verwandelt, ein Teil sei aus dem Gebäude ausgetreten und habe eine Wolke über dem Werksgelände gebildet. Gefahr für Mensch und Umwelt bestand nach Auskunft der Frankfurter Berufsfeuerwehr nicht.

Katholiken für strikten Schutz embryonaler Stammzellen

Stammzellenimport

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) dringt auf eine Änderung des Embryonenschutzgesetzes mit dem Ziel eines Importverbots für embryonale Stammzellen. ZdK-Präsident Hans Joachim Meyer sagte am Freitag zum Auftakt der Herbstvollversammlung in Bonn, die deutschen Katholiken hielten an dem unbedingten Respekt vor dem Menschenleben und der Menschenwürde fest. Der Mensch genieße vom Zeitpunkt der Kernverschmelzung an rechtlichen Schutz.

Apotheker warnen vor weiteren Korrekturen am Arznei-Sparpaket

Gesundheit

Die deutschen Apotheker warnen vor weiteren Korrekturen am geplanten Arznei-Sparpaket von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Die Diskussion um die geplante Aut-idem-Regelung, gegen die ein Teil der Pharmazeutischen Industrie Sturm läuft, habe mittlerweile groteske Züge angenommen, kritisierte der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Hans-Günter Friese. Mit der Regelung würden weder die Therapiefähigkeit des Arztes eingeschränkt noch ein angeblich ruinöser Preiswettbewerb in Gang gesetzt. Dies zeigten die Erfahrungen vieler Länder.

Zahl der hohen Ozonwerte im Sommer 2001 mehr als verdoppelt

Klima

In diesem Sommer hat es mehr als doppelt so viele hohe Ozonwerte gegeben wie im Vorjahr. Der Schwellenwert von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wurde bundesweit 31 Stunden lang überschritten, so das Bundesumweltamt. Im Jahr 2000 waren es lediglich 15 Stunden. Die Experten der Behörde führen dies aber im Wesentlichen auf besondere Wetterbedingungen zurück. Insgesamt sei der Trend zu einer Verbesserung der Ozonlage in Deutschland ungebrochen. Ozonalarm und damit verbundene Fahrverbote gab es nicht.

Viel Arbeit und Zündstoff bleiben

40 Jahre Bundesentwicklungsministerium

„Die Gründung eines eigenständigen Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit vor vier Jahrzehnten hat sich als richtige und weitsichtige Entscheidung erwiesen“. Dies erklärte der VENRO-Vorstandsvorsitzende Reinhard Hermle anlässlich des 40jährigen Gründungsjubiläums des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am 7. November in Bonn. „Trotz mancher herber Fehlschläge hat die deutsche Entwicklungspolitik viel erreicht. Sie verfügt über einen guten Ruf in der Welt. Aber es bleibt noch viel zu tun, um die Kluft zwischen Arm und Reich in der Welt abzubauen und der Globalisierung ein menschliches Gesicht zu geben“, so Reinhard Hermle weiter.

Japan will Kyoto-Protokoll wohl doch ratifizieren

Klima

Japanischen Berichten zufolge hat sich die Tokioter Regierung zur Ratifizierung des Kyoto-Protokolls umlenken lassen. Die Zustimmung zu einem internationalen Vorgehen gegen den Klimawandel wurde offiziell allerdings noch nicht bestätigt. Ein Einlenken Japans würde Isolation für die Vereinigten Staaten bedeuten. Die USA lehnen das Kyoto-Protokoll grundsätzlich ab.

Bundesregierung will Gesundheitspass

Datenschutz und Patientensicherheit

Die Bundesregierung will die Transparenz und Sicherheit in der Arzneimittelversorgung der Bürgerinnen und Bürger weiter erhöhen. Dazu werden verschiedene Überlegungen angestellt. Langfristig soll dazu ein umfassender "Gesundheitspass" zur Dokumentation und Abstimmung der Heilbehandlungen eingeführt werden. Mittelfristig ist zunächst ein "elektronischer Arzneimittelpass" geplant. Darauf sollen alle Medikamente erfasst werden, die ein Patient einnimmt. Bei ihren Überlegungen berücksichtigt die Bundesregierung, dass Gesundheitsdaten unter Datenschutzgesichtspunkten äußerst sensibel zu behandeln sind.

Umweltexperten warnen vor Rückschritten beim Klimaschutz

Klima

Die internationalen Klimaschutzbemühungen dürften nicht durch einzelne Mitgliedsstaaten der UN-Klimaschutzkonvention ausgebremst werden, mahnte Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid vor Beginn des Weltklimagipfels in Marrakesch. Laut Timm wollen Japan, Kanada, Australien und Russland erneut über einzelne Punkte des Kyoto-Protokolls zur Reduzierung von Treibhausgasen nachverhandeln.

Bahn ist mit eigenem Klimaschutz zufrieden

Klima

Die Kohlendioxid-Emissionen der Bahn sind nach Angaben des Unternehmens deutlich zurückgegangen. Bei der Vorstellung des Bahn-Umweltberichts 2000 wies der technische Vorstand der Deutschen Bahn AG, Karl-Friedrich Rausch, darauf hin, dass das Unternehmen seit 1990 seinen CO2-Ausstoß trotz gewachsener Verkehrsleistungen um ein Fünftel reduziert habe.

Bundestag besiegelt Aus für Arzneimittelbudgets

Mehr "Selbstverwaltung"

Die Budgets auf Arznei- und Heilmittel werden abgeschafft. Der Bundestag stimmte am Donnerstagabend in Berlin einem entsprechenden Gesetz von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) mit rot-grüner Mehrheit zu. Darin ist vorgesehen, dass die Selbstverwaltungen von Ärzten und Krankenkassen vor Ort mehr Verantwortung für die Arzneiausgaben übernehmen. In einem Gesamtpaket sollen sie künftig Obergrenzen für die Arzneiausgaben, aber auch bestimmte Zielvereinbarungen festlegen.

Mit Kraft-Wärme-Kopplung gegen Treibhausgase

Klimapolitik

Bundeswirtschaftsminister Werner Müller sieht in der Kraft-Wärme-Kopplung einen wichtigen Baustein bei der Erreichung der klimapolitischen Ziele. Deutschland habe sich verpflichtet, 23 Millionen Tonnen weniger CO2 bis zum Jahr 2010 zu produzieren, sagte Müller im Bundestag. Mit der Kraft-Wärme-Kopplung sei dieses Ziel erreichbar.

Zivilbevölkerung ohne Schutz vor Bio-Waffen

Terrorabwehr

Anthrax(Milzbrand)und andere Biokampfstoffe können sie kaum schocken: Die Soldaten der Bundeswehr sind gegen mögliche Angriffe islamistischer Terroristen gewappnet. Das wurde von der Sanitätsakademie in München am Mittwoch bestätigt. Die Armee hatte schon zu Zeiten des Kalten Krieges wegen drohender Gefahren im Kriegsfall ständig ihre ABC-Ausrüstung verbessert. Aus Kreisen des Bundesamtes für Zivilschutz wurde angesichts der Aufsehen erregenden Milzbrandfälle in Florida, die in Zusammenhang mit den islamistischen Extremisten gebracht werden, dagegen "Fehlanzeige" gemeldet.

Sportmedizin-Kongress fordert mehr Bewegung

Gesundheitsvorsorge

Mehr Sport und Bewegung zur Vorbeugung von Krankheiten propagiert die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin in Rotenburg an der Fulda. Zum Auftakt des 37. Deutschen Kongresses für Sportmedizin und Prävention sagte der Vorsitzende Paul E. Nowacki, wenn jeder mehr Sport treiben würde, könne dies zu einer Kostensenkung im Gesundheitswesen beitragen. Bereits 30 Prozent der Kinder im Schulalter wiesen Fehlhaltungen und Fettleibigkeit auf, was auf die mangelnde körperliche Bewegung zurückzuführen sei.

Apothekerverband befürchtet Pleitewelle durch Sparpaket

Gesundheit

Viele Kleinapotheken werden nach Einschätzung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände das jüngste Sparpaket von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt nicht überleben. Bis zu 40 Prozent der 21.500 Apotheken in Deutschland seien in ihrer Existenz bedroht, warnte ABDA-Präsident Hans-Günter Friese.

Schmidt verteidigt Vorschlag zu Wirkstoff-Verordnung

Medikamente

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hält an ihrem Vorschlag zur Verschreibung von Wirkstoffen statt bestimmter Medikamente fest. Patienten müssten akzeptieren, dass die Krankenkassen bei Arzneimitteln mit gleichen Wirkstoffen "in bestimmten Fällen" nur die kostengünstige Alternative bezahlen. Schmidt forderte die Ärzte auf, die Bürger darüber aufzuklären, dass "nicht der Name des Medikaments zählt, sondern der Wirkstoff".

Krankenkassen wollen Arzneimittel-Budget zurück

Gesundheitsreform

Der Verband der Angestellten-Krankenkassen plädiert für die Wiedereinführung von Obergrenzen bei der Verordnung von Arzneimitteln. Ohne eine Budgetverantwortung der Ärzte werde es nicht gelingen, die Arzneimittelausgaben auf das medizinisch Notwendige zu beschränken, sagte Verbandschef Herbert Rebscher der Chemnitzer "Freien Presse" am Mittwoch. Einen Kollektivregress wie in der Vergangenheit lehnte Rebscher aber ab. Der Kassenchef warf der Politik vor, auf wirksame Steuerungsinstrumente vorschnell verzichtet zu haben. Es sei daher nicht verwunderlich, wenn die Arzneimittelausgaben zwischen 10 und 15 Prozent jährlich anstiegen.

EU verklagt Deutschland wegen Versäumnissen beim Naturschutz

Umweltschutz

Deutschland hat nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen eine EU-Richtlinie zum Schutz von Tieren und Pflanzen verstoßen. Der Gerichtshof stellte fest, dass Deutschland, Frankreich und Irland bisher nicht genügend Schutzgebiete vorgeschlagen haben, wie dies in der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) festgeschrieben sei.