Urlaub in Kamerun und die Besonderheiten bei der Einreise

Vorbereitungen für einen Urlaub in Kamerun

Albert Bertin Essama Medjo über die Vorkehrungen, die zu einem Urlaub in Kamerun getroffen werden solltenKamerun ist ein erstaunliches Land und wird immer beliebter in der Wahl des ausersehenen Urlaubslandes. Sehr viel Abwechslung findet sich sowohl in den Aktivitäten als auch in der kulturellen Ausdruckskraft, das in Zentralafrika existiert. Sehr gerne wird Kamerun als „kleines Afrika“ bezeichnet, weil es dort besonders viele verschiedene Facetten zu entdecken gibt. Darunter sind zum Beispiel Plateaus, Berge und auch Vulkane sowie Savannengebiete, Seen und natürlich etwas Regenwald. Doch auch wenn Kamerun sehr vielfältige Möglichkeiten bereithält, sind die Bestimmungen und Besonderheiten zur Einreise nicht zu missachten.

Bestimmungen zur Einreise

Ausländischen Urlaubsreisenden erteilen die diplomatischen und konsularischen Vertretungen Kameruns für 30 Tage ein gültiges Touristenvisum, das nicht verlängert wird. Jedoch sind mehrere Ein- und Ausreisen damit möglich. Touristen und Teilnehmer an Gruppenreisen aus Ländern, in denen Kamerun keine diplomatische Vertretung hat, erhalten dieses Visum am Einreisegrenzposten.

Zur Erteilung eines Touristenvisums sind wichtig:

  • ein gültiger Reisepass (mindestens sechs Monate)
  • ein Flugticket für die Hin- und Rückreise
  • ein internationaler Impfschein (gegen Gelbfieber)
  • zwei aktuelle Passfotos
  • eine Unterkunftsbescheinigung oder eine Hotelbuchung
  • ein ausgefüllter und unterschriebener Visumantrag

Letzterer muss bei der kamerunischen Botschaft beantragt werden. Das ist problemlos auf dem Postweg möglich. Voraussetzung dafür ist das Mitsenden eines frankierten Umschlags mit Angabe der Adresse des Antragsstellers. Gewöhnlich gilt das Visum zwischen 1 und 3 Monaten. Weitere Informationen dazu stellt das Auswärtige Amt zur Verfügung.

Die Gesundheit und was der Zoll dazu zu sagen hat

Bei der Einreise wird ein internationaler Impfschein verlangt, in dem eine Gelbfieberschutzimpfung vorgenommen und vermerkt wurde. Eine Malariaprophylaxe ist vor Antritt der Reise ebenso zu empfehlen. Die üblichen gesundheitspolizeilichen Vorschriften gelten auch für Gesellschaftstiere, die insbesondere gegen Tollwut geimpft sein müssen. Es gibt Gesundheitseinrichtungen, die den hohen Standards gerecht werden. Auch im übrigen Land wird eine gute ärztliche Versorgung angeboten.

Touristen dürfen folgende, zum persönlichen Gebrauch, bestimmte Gegenstände einfuhrzollfrei nach Kamerun einführen:

  • Schmuck bis zu 500 Gramm
  • Kleidungsstücke und Wäsche
  • Hund und Katze
  • zwei kleine Digitalkameras mit Speicherkarte pro Gerät
  • eine Kleinfilmkamera mit Speicherkarte
  • einen tragbaren Fernsehapparat
  • ein Radio
  • ein Diktiergerät
  • ein Fernglas
  • kleine Campinggegenstände und Sportartikel
  • Toilettenartikel, Kinderwagen
  • drei Liter Wein, ein Liter Aperitif oder Alkohol
  • 500 Gramm Tabak oder 400 Zigaretten oder 125 Zigarren

Für Jagdwaffen und Munitionen ist eine Einfuhrlizenz erforderlich. Zur Ausfuhr tierischer Produkte wird eine Genehmigung der Umweltschutzbehörden benötigt. Auskünfte über die Ausfuhr von Kunstgegenständen (aus Holz, Eisen usw.) erteilt die Handels-, Industrie-, Bergwerks- und Handwerkskammer.

Flughafengebühr, Währung und Geldwechsel

Die beim Abflug von Kamerun zu zahlende Flughafengebühr beträgt 10.000 CFA-Franc (etwa 15,50 €) für internationale Flüge, 1.000 CFA-Franc (etwa 1,60 €) für Inlandsflüge.

Der Wechselkurs von Euro in CFA-Franc und umgekehrt geschieht nach einem festen Umtauschverhältnis. 1 Euro entspricht daher 656 CFA-Franc. Banken können in der Regel von 7 bis 15 Uhr aufgesucht werden. Gewechselt werden kann nur in Banken, großen Hotels und einigen Fremdenverkehrsbüros. In großen Hotels werden auch bestimmte Kreditkarten akzeptiert.

Fotoaufnahmen, Verkehr innerhalb Kameruns und zwischen den Städten

In den Großstädten und im übrigen Kamerun darf überall fotografiert werden. Die Ausnahme bilden Präsidentenpaläste, an Flugplätzen, in Militärzonen und -anlagen. Nicht fotografiert werden dürfen außerdem Sicherheits- und Verteidigungspersonal und Situationen, die gegen die guten Sitten verstoßen oder den Ruf des Landes schädigen könnten. Für Aufnahmen bei offiziellen Veranstaltungen und zu kommerziellen Zwecken kann durch das Kommunikationsministerium die Ausstellung eines „Sonderpasses“ erwirkt werden. Für Fotoaufnahmen in den Nationalparks ist eine Fixgebühr pro Digitalkamera zu zahlen. Wer Personen fotografieren oder filmen möchte, sollte aber dennoch vorher ihre Zustimmung einholen.

Eine Sammeltaxifahrt in der Stadt kostet ungefähr 200 CFA-Franc (etwa 0,30 €.). Zu einzelnen Fahrten in der Stadt kann der Preis verhandelt werden, es ist jedoch mindestens mit 1.500 CFA-Franc (etwa 2,30 €) zu rechnen. Wenn man sich auf eine Fahrt zum Flughafen begibt, betragen die Kosten dafür tagsüber 3.500 CFA-Franc (etwa 5,50 €), ab 18 Uhr um die 5.000 CFA-Franc (etwa 8 €).

In den Großstädten Kameruns fahren regelmäßig Mini- und Autobusse. Im Landesinneren stehen Flug- und Bahnverbindungen zur Verfügung. Flugplätze gibt es in Ngaoundéré, Bertoua, Bafoussam und Marua. Die über 1.500 km lange „transkamerunische“ Bahnlinie führt von Duala im Westen des Landes über Jaunde nach Ngaoundéré im Norden. In den Dörfern und städtischen Zentren verkehren regelmäßig Buschtaxis. Als Wegegeld werden 500 CFA-Franc pro Fahrzeug und Station berechnet.

Wissenswertes zu den Gegebenheiten in Kamerun

Mit 220 Volt entsprechen die Steckdosen in Kamerun den europäischen Normen. Die internationale Vorwahl in Kamerun ist 237, hinzu kommen acht Ziffern der jeweiligen Ortsdurchwahl. Ausländische Touristen bietet Kamerun internationale Küche in den großen Hotelanlagen und Restaurants der Großstädte an. Man sollte jedoch auch die sehr abwechslungsreiche kulinarische Kultur Kameruns (Fisch, Wild, frisches Obst) kennenlernen. Im ganzen Land eröffnen einige Restaurants die Möglichkeit, das einheimische Essen auszuprobieren.

Mit einer Zeitverschiebung, im Vergleich zu den deutschen Verhältnissen, ist nicht zu rechnen. In der Regel sind lokale Geschäfte und andere Lokalitäten wochentags von 7.30 bis 15.30 Uhr geöffnet. Öffentliche Einrichtungen können im gleichen Zeitrahmen besucht werden, Banken sind meist eine Stunde kürzer geöffnet, also bis 14.30 Uhr etwa. In Lebensmittelgeschäften lässt sich bis 18 Uhr einkaufen, das schließt den Samstag mit ein.

Für Erkundungstouren und das Schlendern im Land sind leichte Kleidungsstücke aus Baumwolle oder Leinen zu empfehlen. Auch die Sonnenbrille und eine eventuelle Kopfbedeckung sollten sich im Gepäck eines Kamerun-Reisenden befinden. Für den Abend kann auf etwas wärmere Kleidungsstücke zurückgegriffen werden. Achten Sie auch auf einen guten Regenschutz, aber vermeiden Sie Kleidungsstücke aus Kunststoff oder Plastik.

Wann ist die beste Reisezeit, um das Reiseland Kamerun zu erkunden?

Wegen seiner Vielseitigkeit herrscht im Süden Kameruns von November bis Februar eine viermonatige Trockenzeit, von März bis Juni setzt die Regenzeit ein und von August bis Mitte November ist mit einer intensiveren Regenzeit zu rechnen. Die durchschnittliche Temperaturen betragen gewöhnlich um die 26 Grad (Celsius).

Der Schlamm färbt den Boden während der Regenzeit rot und bei der Trockenzeit ist vermehrt roter Staub präsent. Die Regenzeit dauert im Norden von Mai bis Ende September an. Die Temperaturen liegen meist zwischen 29 Grad (Celsius) im äußersten Norden und 22 Grad (Celsius) in der Adamaoua-Region, wo der Boden eine sandhaltige Konsistenz aufweist.

Die beste Reisezeit - je nach den Reiseziel in Kamerun - ist vorwiegend in der Trockenzeit. Wenn man den Norden entdecken möchte, eignen sich die Monate von Januar bis Mai am Besten. Befindet sich das Reiseziel eher im Süden, sollte man bevorzugt Ende November bis Februar in Kamerun anreisen.

Albert Bertin Essama Medjo