BRD-DDR
960 Todesofer des DDR-Grenzregimes - PDS bedauert Mauerbau
Die Berliner PDS hat den Bau der Mauer vor 40 Jahren als ein "von der SED zu verantwortendes Unrecht" bedauert. Ein Staat, der sein Volk einsperrt, sei weder demokratisch noch sozialistisch, betonten PDS-Spitzenpolitiker am Freitag in der Hauptstadt. Sie versicherten, dass ihre Partei "unwiderruflich mit dem Stalinismus der DDR gebrochen" habe und alles tun werde, um "Demokratie und Menschenrechte zu stärken". Die Erklärung zum Jahrestag des Mauerbaus ist von Parteichefin Petra Pau und den Vorsitzenden der Fraktion, Carola Freundl und Harald Wolf, unterzeichnet.
"Das Volk der DDR" sei durch die Mauer elementarer Menschenrechte beraubt worden, heißt es. Die Mauer habe Familien zerrissen, Freundschaften zerstört sowie kulturelle und intellektuelle Entwicklung eingeschränkt. Sie habe, wie es in der PDS-Erklärung heißt, vielen Menschen, die sich dem staatssozialistischen Modell durch Flucht entziehen wollten, Gefängnis, Verletzung oder sogar den Tod gebracht.
Dafür gebe es "keine Rechtfertigung, weder politisch noch moralisch oder historisch", betonten die PDS-Politiker. Die Mauer stehe für das Scheitern des DDR-Staatssozialismus. Sie beinhalte den "politischen Imperativ", Demokratie und Menschenrechte zur obersten Richtschnur gesellschaftlicher und politischer Entwicklung zu machen. Nach Ansicht der PDS-Politiker wird es Aufgabe der Historiker bleiben, den Bau der Mauer durch die DDR-Staatsführung zu erklären und ihn "als Ergebnis von Blockkonfrontation und Kaltem Krieg zu rekonstruieren".
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Am 10. Aug. 2001 unter:
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