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Ossietzky-Medaille für Bürgerinitiative "Freie Heide"

Zivilcourage

Die Bürgerinitiative "Freie Heide" erhält die Carl-von-Ossietzky-Medaille. Das habe die Internationale Liga für Menschenrechte mitgeteilt, sagte Initiativen-Chef Helmut Schönberg am Sonntag auf der 87. Protestwanderung gegen die Inbetriebnahme des "Bombodroms" in Zempow. Seit 1962 wird die Auszeichnung an Personen und Gruppen verliehen, die sich um die Verteidigung der Menschenrechte besonders verdient gemacht haben.

Die Verleihungs-Zeremonie werde noch in diesem Jahr stattfinden. Damit werde das Engagement der Gruppe für die Interessen der Bürger ausgezeichnet. Der Protest gegen das Bombodrom wird bereits seit 1992 von der Initiative "Freie Heide" organisiert. An der gestrigen Veranstaltung nahmen nach Schätzungen von Polizei und Veranstaltern, zu denen auch die Bürgerinitiative "Freier Himmel" zählte, rund 500 Menschen teil. Sie forderten die zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner-Heide. PDS-Landeschef Ralf Christoffers rief die Landesregierung auf, sich der Klage Mecklenburg-Vorpommerns gegen den Schießplatz anzuschließen.

Mit Bescheid vom 9. Juli hatte das Verteidigungsministerium entschieden, dass der Truppenübungsplatz wieder als Luft-Boden-Schießplatz für rund 1700 Einsätze im Jahr genutzt werden soll. Dagegen wurden Ende Juli vor dem Potsdamer Verwaltungsgericht Klagen eingereicht. Die Behörde stellte in Aussicht, eine Entscheidung im Eilverfahren bis 30. September zu fällen.

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