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Entlassene Continental-Arbeiter aus Mexiko kommen nach Deutschland

Arbeitsrechte unter den Rädern der Globalisierung?

Deutschlands führender Reifenkonzern Continental schloss im Dezember vergangenen Jahres nach längeren Auseinandersetzungen mit der Gewerkschaft sein Werk in El Salto/Mexiko und entließ 1164 Arbeiter. Eine Delegation entlassener Arbeiter besucht vom 24. bis 30. Mai Deutschland. Sie werden mit Vertretern des Auswärtigen Amtes, des Bundeswirtschaftsministeriums sowie der deutschen Gewerkschaften zusammentreffen und diese bitten, sich für den Schutz ihrer Arbeitsrechte einzusetzen. Die Delegation will außerdem bei der Aktionärsversammlung der Continental AG am 29. Mai in Hannover ihre Kritik zum Ausdruck bringen.

Nach Erkenntnissen mexikanischer Juristen verstoßen Form und Inhalt der Betriebsschließung gegen mexikanisches Recht. Derzeit wird geprüft, inwiefern Betriebsschließung und Massenentlassung internationale Verträge verletzen, die von Mexiko und der Bundesrepublik Deutschland ratifiziert sind. Am Montag, 27. Mai will die Delegation eine Beschwerde wegen möglichen Verstoßes gegen die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen beim Wirtschaftsministerium in Berlin übergeben.

Beim Konzern Continental arbeiten in den Bereichen Reifen, Continental Automotive Systems und ContiTech etwa 64.000 Mitarbeiter an rund 80 Standorten in 36 Ländern der Erde - ein Protagonist der Globalisierung.

Die mexikanische Delegation besteht aus Jesús Torres Nuño, dem Generalsekretär der Gewerkschaft SNRTE sowie Oscar Rubio und Enrique Gómez. Sie befindet sich auf Einladung der internationalen Menschenrechtsorganisation FIAN, der entwicklungspolitischen Lobby-Initiative Germanwatch und der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko in Deutschland.

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