TRANSNET
Bahngewerkschaft weist Forderung nach Zerschlagung des Bahnkonzerns zurück
Nur die Infrastruktur sollte in einem Dienstleistungsunternehmen Deutsche Bahn AG verbleiben, sagte der Ex-DB-Manager Leister. Schienen, Bahnhöfe und Einrichtungen, die von allen Unternehmen genutzt werden könnten, sollten in der Hand des Staates bleiben, fügte der jetzige Chef der Vivendi-Tochter Connex hinzu. Der Rest der Bahn könne privatisiert werden, denn es sei "nicht Aufgabe des Staates, auf Dauer Personen- und Güterverkehr zu betreiben", betonte Leister. Der einstige DB-Regiochef von Berlin-Brandenburg war Anfang 2001 zu Vivendi gegangen.
"Diese Vorstellungen kommen einer Zerschlagung des Unternehmens gleich", erklärte TRANSNET-Vorsitzender Norbert Hansen. Dagegen werde sich TRANSNET zur Wehr setzen. Der Gewerkschaftschef nannte Leisters Vorstöße "Schnellschüsse". Es gebe zurzeit keine Grundlage für einen Börsengang. Dieser sei "auch in den kommenden Jahren nicht absehbar". Eine "absolute Marktbeherrschung" durch die DB AG, wie von Leister festgestellt, sei eine "Behauptung, die keiner Prüfung standhält", betonte Hansen. Auch einen gravierenden Mangel an Kundenorientierung und Innovation gebe es nicht.
Der TRANSNET-Vorsitzende betonte zugleich, seine Gewerkschaft habe Connex bei allen Bemühungen hierzulande unterstützt. "Wir erwarten, dass den Ankündigungen, neue Strecken aufzubauen, jetzt Taten folgen", erklärte er. Connex könne damit den Wettbewerb selbst beeinflussen.
Die Connex-Tochter Regiobahn betreibt seit März zu günstigen Tarifen die erste private Fernverkehrsverbindung zwischen Gera und Rostock. Ab Frühjahr 2003 will sie eine weitere Verbindung zwischen Rostock und Köln über Bitterfeld und Kassel anbieten.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 23. Sep. 2002 unter:
nachrichtenStichworte:
« Unions-Fraktionschef verzichtet zugunsten von Merkel auf erneute Kandidatur
Es bleibt bei drei »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
- Arbeitsrecht: EuGH Urteil enttäuscht
- Finca Mallorca und andere Schnäppchen
- Windenergie wieder auf gutem Weg
