Tankpause an Esso-Zapfsäulen in Luxemburg
Umweltschützer protestieren gegen Klimaschutz-Blockade-Politik von Esso
Auf der Klimakonferenz treffen sich Vertreter von 178 Staaten um über die Umsetzung des Klimaschutzabkommens von Kyoto zu beraten. Die USA sind weltweit für 25 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich, nehmen an der Konferenz jedoch nicht Teil. Die Lobbyarbeit des Ölkonzerns trägt nach Ansicht von Umweltschützern maßgeblich dazu bei, dass sich US-Präsident George Bush bis heute weigert, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren.
"Esso unternimmt alles, um die US-Regierung auf ihrem klimafeindlichen Kurs zu halten", sagt Gabriela von Goerne, Klimaexpertin von Greenpeace, vor Ort in Luxemburg. "Esso macht sich mitschuldig an den Folgen zunehmender Stürme, sintflutartiger Regenfälle und Flutkatastrophen. Der Ölkonzern bestreitet bis heute, dass die Verbrennung von Öl, Kohle und Gas das Klima erwärmt und die Intensität und Häufigkeit von Unwettern erhöht." Greenpeace fordert Esso auf, seine Blockadehaltung aufzugeben und endlich in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren.
Esso investiert nicht wie andere Ölkonzerne in erneuerbare Energien, sondern konzentriert sich ausschließlich auf das Ölgeschäft. "Globale Konzerne wie Esso müssen endlich auch globale Verantwortung zeigen", fordert von Goerne. "Statt mit seinen Milliarden neue Ölfelder auszubeuten, muss Esso endlich in moderne Energieformen investieren, die das Klima nicht weiter aufheizen."
Insgesamt investieren der Öl-Konzern Esso bzw. seine Muttergesellschaft ExxonMobil weltweit jährlich knapp zehn Milliarden US-Dollar in die Suche und Ausbeutung neuer Erdöl- und Erdgasvorkommen. Esso verbuchte allein im Jahr 2001 einen Umsatz von ca. 213 Milliarden US-Dollar. Das entspricht in etwa dem Bruttosozialprodukt von Schweden.
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Am 25. Okt. 2002 unter:
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