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Jugendliche unterschätzen Gefahren des Internet

Meinungsforschung

Kinder und Jugendliche können Sicherheitsrisiken im Internet oft nicht richtig einschätzen. Viele hätten zwar schon von den Gefahren des Webs gehört, ihr Verhalten im Web trage dem aber oft nicht Rechnung. Gleichzeitig ist die Kontrolle der Eltern vor allem in inhaltlicher Hinsicht so gut wie nicht vorhanden. Das geht aus einer Befragung von 375 Kindern und Jugendlichen im Alter von acht bis 14 Jahren hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Emnid unter Einbeziehung der Erziehungsberechtigten im Auftrag des Online-Sicherheitsexperten Symantec durchgeführt hat. Demnach haben so gut wie alle befragten Kids bereits das Internet genutzt. Spielen sei dabei die liebste Beschäftigung am Computer, nur zwei Prozent verwendeten ihn auch für die Schule. Sicherheitsvorkehrungen würden aber bei sämtlichen Tätigkeiten vernachlässigt.

Neben Spielen ist das Surfen im Internet für die Hälfte der Kids die Lieblingsbeschäftigung, so die Meinungsforscher, ab 14 Jahren treffe dies auf so gut wie alle zu. Ebenfalls sehr beliebt sei E-Mails schreiben und chatten, 60 Prozent der 14-Jährigen chatten besonders gerne.

Sicherheitsvorkehrungen würden dabei kaum eingehalten. So habe beispielsweise bereits ein Viertel der 14-Jährigen im Chat Namen, Alter und Telefonnummer herausgegeben. Fast die Hälfte der Acht- bis Zehnjährigen hätten schon einmal ihren Vornamen und das Alter genannt. Mädchen sind hier etwas vorsichtiger. Jungen geben ihre persönlichen Daten dreimal häufiger heraus als Mädchen der selben Altersklasse. Beinahe vier Fünftel der Kids glaubten oder wüssten, dass Viren gefährlich werden könnten. Beim Surfen würden sie aber kaum daran denken. Dem Risiko, sich einen 0190-Dialer einzufangen, seien nur sechs Prozent bewusst.

Bedenklich bewertete das Institut in diesem Zusammenhang die mangelnde Kontrolle durch die Eltern. Diese finde vor allem im Hinblick auf Verweildauer im Internet und Kosten statt. Eine Kontrolle der konsumierten Inhalte gebe es laut Umfrage kaum.

Zwar sei der Hälfte der Kids beim Surfen eine zeitliche Begrenzung durch die Eltern auferlegt, aber nur ein Viertel der Kinder und Jugendlichen würden auch inhaltlich kontrolliert. Die Hälfte gab sogar an überhaupt nicht kontrolliert zu werden. Nur zwei Prozent müssen mit den Eltern absprechen, welche Seiten sie besuchen. Nur jedes zehnte Kind muss Bescheid sagen, wenn es online geht. Auch Kindersicherungen seien nur bei einem Prozent der Computer installiert. 62 Prozent der Kinder nutzen einen PC zu Hause, 36 Prozent haben sogar einen eigenen PC im Zimmer.

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