Protest am 5.9.
Klage gegen niederländische Atomfabrik Urenco eingereicht
An den Protesten beteiligen sich auch regelmäßig Anti-Atomkraft-Initiativen aus den Niederlanden. Jetzt wollen die Bürgerinitiativen gemeinsam an einem Sonntag vor der UAA Gronau und vor der ca. 35 km. entfernten niederländischen UAA in Almelo protestieren.
Die Atomkraftgegner treffen sich wie gewohnt um 14.00 Uhr am Zufahrtstor der UAA Gronau (Röntgenstraße 4). Um 15.00 Uhr starten sie dann mit PKW, um zur UAA in Almelo (Drienemansweg 1) zu fahren. Dort werden sie von niederländischen Anti-Atomkraft-Initiativen um 16.00 Uhr empfangen. Mit diesem Sonntagsprotest soll symbolisch eine Klage des niederländischen Umweltverbandes Milieudefensie gegen die erteilte Genehmigung zum Ausbau der UAA Almelo unterstützt werden. Der Prozess findet am 30. September vor dem Raad van State in Den Haag statt.
Beide Anlagen werden von der Urenco betrieben. Urenco ist ein in Großbrittannien, Deutschland und den Niederlanden operierender Konzern, der 15 Prozent des Weltbedarfs an angereichertem Uran, der Brennstoff für Atomkraftwerke, produziert. Aber das ist dem Konzern noch nicht genug: Der Marktanteil soll auf mindestens 25 Prozent steigen. Deshalb laufen momentan Genehmigungsverfahren für massive Produktionserweiterungen der Urenco-Urananreicherungsanlagen in Almelo und Gronau. Dabei wurde der Ausbau der Urananreicherungsanlage Almelo bereits genehmigt.
Die Erhöhung von Produktionskapazitäten bedeutet gleichzeitig auch die Erhöhung der Anzahl der Transporte von dem äußerst giftigen und radioaktiven Uranhexafluorid (UF6) auf den Schienen und Straßen. Diese führen geradewegs durch die Euregio (Twente und Westmünsterland), die Niederlande und ganz Deutschland. Ein Unglück kann schnell passieren, so wie im vorherigen Jahr bei Bathmen (NL) geschehen; bie Bathman ist 2003 ein Lastwagen mit Uranhexafluorid verunglückt. Und bei der Ausweitung der Transporte wird das Risiko für ein ähnliches oder schlimmeres Unglück noch zunehmen. Davor warnen die Bürgerinitiativen und setzen sich für die Schließung der Urananreicherungsanlagen ein.
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