Gewässerschutz

Internationale Seen-Konferenz gestartet

Die 9. Internationale Living Lakes-Konferenz hat heute in Kanada begonnen. Neue Mitglieder sind der südamerikanische Titicaca-See und der Plattensee in Ungarn. Der Seenschutzinitiative gehören damit mittlerweile 35 Seen weltweit an. Koordiniert wird das Netzwerk von der internationalen Stiftung Global Nature Fund mit Sitz in Deutschland. Über 200 Experten aus mehr als 35 Ländern, darunter etliche Vertreter deutscher Umweltverbände wie NABU und Deutsche Umwelthilfe, treffen sich zur diesjährigen Weltseenkonferenz, um Strategien zum Gewässerschutz zu erarbeiten.

Themenschwerpunkte der diesjährigen Weltseenkonferenz sind "Nachhaltige Land- und Wassernutzung im Tourismus" sowie " Verantwortung von Unternehmen für den Schutz von Ressourcen". Weltweit sehen sich Seenregionen mit wachsenden Touristenzahlen konfrontiert. Häufig führe dies zu unkontrollierter Bautätigkeit, zur Übernutzung der Wasserreserven und Gefährdung wichtiger Biotope.

Auf der Konferenz werden unter anderem Fachleute aus Kanada, Südafrika und vom Bodensee Beispiele für umweltverträgliche Tourismusentwicklung vorstellen und neue Strategien zu nachhaltigen Landnutzung entwickeln. Staaten allein könnten Umweltprobleme nicht mehr ausreichend lösen. Unternehmen tragen deshalb große Verantwortung beim Umgang mit unseren knappen Ressourcen. Vertreter von weltweiten Unternehmen wie DaimlerChrysler, Lufthansa und Unilever sollen auf der Living Lakes-Konferenz die Rolle ihrer Unternehmen beim Ressourcenschutz vorstellen und mit Vertretern von Umwelt- und Naturschutzverbänden diskutieren.

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