Studie
160 Milliarden Subventionen für Kohle, Gas, Öl und Atomkraft?
Würden alle Länder ihre Fördergelder für fossile Brennstoffe streichen, dann könnte nach Auffassung der Autoren der Studie der globale Ausstoß von Kohlendioxid um mehr als 20 Prozent gesenkt werden, schreibt die tageszeitung.
In der Untersuchung werden auch die Subventionen für für die Land- und Forstwirtschaft, die Fischerei, und für den Transportsektor mit jährlich rund 600 Milliarden Euro kritisiert. Zwei Drittel davon seien direkt schädlich - für die Volkswirtschaften wie für die Umwelt.
Der staatliche Geldregen sei ökologisch eher schädlich als sozial nützlich, meinen die Autoren der Studie: 40 Prozent der globalen Subventionen landeten in der Landwirtschaft. Würden die USA, EU, Japan und Südkorea hier tatsächlich Ernst machen mit dem Abbau machen, könnte die Senkung der Umweltbelastung durch weniger Pestizid- und Düngerverbrauch die sozialen Folgekosten volkswirtschaftlich ausgleichen, die mit der Kompensation der Betroffenen verbunden wären.
Nicht übersehen werden dürfe nach Ansicht der dänischen Wissenschaftler allerdings, dass ein massiver Subventionsabbau etwa in der Landwirtschaft sehr komplexe Auswirkungen hätte: So müssten viele Produkte über weitere Strecken transportiert werden. Zugleich seien ganze Bevölkerungskreise längst abhängig von den Zuschüssen. "Ein Abbau über Nacht würde zu katastrophalen sozialen Konsequenzen führen", befürchten die Autoren der Studie denn auch. Die politische Herausforderung sei, die Subventionspraxis schrittweise umzustellen und "sozial abzufedern".
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 07. Okt. 2005 unter:
nachrichtenStichworte:
« Mieterbund warnt vor mehr "Hartz-IV-Umzügen" durch Milliardenstreit
Tierschützer kritisieren "Delfin-Massaker" in Japan »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
- Arbeitsrecht: EuGH Urteil enttäuscht
- Finca Mallorca und andere Schnäppchen
- Windenergie wieder auf gutem Weg
