Siemens/AREVA
EU-Kommission billigt neues Atomkraftwerk in Frankreich
Der weiterentwickelte so genannte Europäische Druckwasser-Reaktor EPR wurde in den 1990er Jahren von Siemens und Framatome entwickelt. Die Entwicklungskosten übernahmen offenbar die französische Betreibergesellschaft EDF und deutsche Atomkraftwerksbetreiber wie RWE und E.On, die die Entwicklungskosten wiederum an ihre Stromkunden weiterreichen konnten.
Mit dem EPR-Projekt soll laut EU-Kommission "das höchstmögliche Niveau an nuklearer Sicherheit, Umweltschutz und wirtschaftlicher Leistung erreicht werden". Der EPR verbrauche 17 Prozent weniger Brennstoff als die anderen derzeit in Frankreich betriebenen Reaktortypen. Seine Betriebsdauer werde voraussichtlich 60 Jahre betragen.
In Finnland wird derzeit der Prototyp des Europäischen Druckwasser-Reaktors gebaut. Medienberichten vom Februar zufolge wurde bei diesem Neubau am finnischen Standort Olkiluoto eine minderwertige Betonqualität verbaut. Laut Landtman beruhen die Qualitätsprobleme auf einer fehlerhaften Betonmischung, die den Beton zu porös gemacht habe, schreibt die tageszeitung. Dieser könne nun zu viel Feuchtigkeit an sich binden. Dies sei der Grund, warum die Betonierungsarbeiten für das Atomkraftwerk Mitte Januar außerplanmäßig abgebrochen worden seien, wird Projektchef Martin Landtman zitiert. Auch ohne diese Probleme hat der Bau einem Bericht der "tageszeitung" (taz) zufolge schon bisher ein halbes Jahr länger als ursprünglich geplant.
Atomkraftgegner kritisieren weiterhin den Einsatz neuartiger digitaler Leittechnik beim Europäischen Druckwasser-Reaktor. Diese habe in einer deutschen Anlage schon zur Teil-Blockade des Reaktorschnellabschaltsystems - des zentralen Sicherheitssystems - geführt.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 24. Okt. 2006 unter:
politikStichworte:
« Israel gibt Einsatz von Phosphorbomben zu
Bundeswehrsoldaten sollen in Afghanistan Toten geschändet haben »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
- Arbeitsrecht: EuGH Urteil enttäuscht
- Finca Mallorca und andere Schnäppchen
- Windenergie wieder auf gutem Weg
