Windenergie-Testfeld in der Nordsee
Gabriel will Windkraftanlagen an Land reduzieren
Das "geschätzte" Investitionsvolumen des Projekts beläuft sich auf rund 180 Millionen Euro. Die Bundesregierung stellt für das Testfeld 50 Millionen Euro über fünf Jahre bereit. Diese "Hilfe" für das Gemeinschaftsprojekt mit E.On und Vattenfall ist nach Auffassung der Bundesregierung "notwendig, weil die Windenergie auf See noch vor einigen Problemen steht". Hohe Korrosion und die Anbindung der Plattformen an die Stromnetze auf Land seien "mit Schwierigkeiten verbunden".
Mit dem Testfeld sollen die Auswirkungen der "Offshore-Windenergie" auf die Umwelt und auf andere bereits heute vorhandene Nutzungen wie Schifffahrt, Fischerei und Tourismus sowie Maßnahmen zur Gewährleistung beziehungsweise Erhöhung der Verkehrssicherheit auf See und "zur Minimierung etwaiger Risiken" erforscht werden, "da die Bedenken der Bevölkerung gegenüber Risiken der Offshore-Windenergie ernst genommen werden". So sollen die Auswirkungen auf den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer "so gering wie möglich" gehalten werden.
Laut Bundesumweltministerium verknüpfen sich mit der Offshore-Technik wirtschaftliche Chancen: Verschiedene europäische Länder und auch China hätten schon jetzt Interesse an dem deutschen Projekt und den daraus entstehenden Anlagentypen bekundet.
BMU: 10 Prozent der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien
Nach Angaben des Bundesumweltministeriums machen erneuerbare Energien mittlerweile 10 Prozent der Stromproduktion in Deutschland aus. Dies verringere nicht nur die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Erdöl und Gas. Zugleich vermeide man durch die Nutzung von Wind, Wasser und Sonne etwa 10 Prozent der energiebedingten CO2-Emissionen.
Zwei Drittel des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen den Angaben zufolge von der Windenergieanlagen aus dem Binnenland und an Küstenstandorten. Bislang werden Windkraftanlagen vielfach von Bürgerinnen und Bürgern beziehungsweise von Betreibergemeinschaften betrieben. Das Geschäft mit der Windenergie machen also Teile der Bevölkerung. Bei der "Offshore-Windenergie" fließen die Gewinne hingegen großen Energiekonzernen wie E.On und Vattenfall zu. Die Bevölkerung muss dann wie bei der Atomenergie oder bei Kohlekraftwerken den Strom von den großen Energiekonzernen beziehen und die entsprechenden Preise bezahlen.
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Am 04. Okt. 2006 unter:
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