Klimakonferenz in Nairobi
Naturschützer fordern deutsche "Führungsrolle" beim Klimaschutz
"Die jüngsten Prognosen zum Klimawandel zeigen mehr denn je, dass das Zeitfenster, in dem wir die Klimaerwärmung auf plus zwei Grad begrenzen können, nur noch wenige Jahre offen ist. Daher braucht es in Nairobi Zugpferde, die dem globalen Klimaschutz neuen Schwung geben", so Tschimpke. Bundesumweltminister Gabriel müsse auch mit Blick auf die bevorstehende EU-Ratspräsidentschaft, die Chance nutzen und Zeichen setzen, dass Deutschland bereit sei, weiter eine Führungsrolle zu übernehmen. "Global fordern und national aufschieben kann sich keine Regierung mehr leisten", meint der NABU-Präsident.
Nach Auffassung des NABU komme es in Nairobi darauf an, die Gunst der Stunde zu nutzen und ein möglichst breites Bündnis zu schmieden, das auf der Grundlage des Kyoto-Protokolls den globalen Klimaschutz in der Zeit nach 2012 weiter voran bringe. Neben der Verpflichtung der Industriestaaten zu sehr viel weiter gehenden Kohlendioxid-Minderungen müssten insbesondere China und Indien mit ins Boot geholt werden.
Wie wichtig globaler Klimaschutz ist, zeige die vor wenigen Tagen veröffentlichte Studie der britischen Regierung, nach der bei einer weiteren Erderwärmung die Weltwirtschaft um rund 20 Prozent schrumpfen könnte - mit verheerenden sozialen Folgen. "Die Sorge um den Klimawandel ist nicht mehr nur das Thema von einigen Klimawissenschaftlern, sondern wird von führenden Ökonomen als die entscheidende Bedrohung für das 21. Jahrhundert angesehen. Das ist der notwendige Rückenwind, um das Kyoto-Protokoll, das nur ein kleiner Anfang ist, in den nächsten Jahren ambitioniert weiterzuentwickeln", so Tschimpke.
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Am 03. Nov. 2006 unter:
arbeitStichworte:
« Politik, Wirtschaft und Verbraucher sollen Artensterben im Meer stoppen
Elterngeld vom Bundesrat verabschiedet »

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