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Hamburgs CDU und Grüne wollen offenbar Gas- statt Kohlekraftwerk

Grüne für fossile Energie

Traditionell setzen sich die Grünen für erneuerbare Energien ein. In Hamburg wollen sie mit der CDU eine Koalition bilden und wollen daher möglicherweise den Neubau eines fossilen Großkraftwerks mittragen. Anstelle des bislang geplanten Kohlekraftwerks im Hamburger Stadtteil Moorburg wird laut "Spiegel Online" nun über ein Gaskraftwerk verhandelt. Ausgerechnet der von vielen Umweltschützern skeptisch beäugte Ökostromanbieter "Lichtblick" ist hierbei offenbar im Spiel.

Wie "Spiegel Online" berichtet, habe das Hamburger Unternehmen Lichtblick angeboten, ein Gaskraftwerk in der Hansestadt zu bauen. Das Unternehmen bestätigte dem Online-Medium zufolge, dass es am 27. März bei den Koalitionsverhandlungen zwischen der CDU und den Grünen ein entsprechendes Modell vorgestellt habe. Somit unterscheidet sich die Politik Hamburgs deutlich von der in Hessen: dort wollen SPD und Grüne gemeinsam mit den Linken ein Umsteuern auf 100 Prozent erneuerbare Energie durchsetzen - durch Gesetzesinitiativen im Parlament.

Auf Einladung der Hamburger Grünen hätten Vertreter von Lichtblick Planungen für den Bau eines 600 bis 700 Megawatt-Kraftwerks präsentiert, das bis 2012 fertiggestellt werden könnte. Das mit der Kraft-Wärme-Koppelung ausgestattete Kraftwerk würde über einen Wirkungsgrad von bis zu 80 Prozent verfügen - etwa ein Drittel mehr als das Kohlekraftwerk. Es soll die Hamburger Haushalte auch mit Fernwärme versorgen.

Der mögliche Neubau eines Kohlekraftwerks in Moorburg ist neben der geplanten Elbvertiefung einer der beiden Knackpunkte bei den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und Grünen.

Der Öffentlichkeit empfiehlt sich Lichtblick mit 100 Prozent erneuerbarer Energie. Im im Unterschied zu anderen Ökostromanbietern ließ das Hamburger Unternehmen aber immer offen, einen Teil des Stroms künftig auch wieder fossil zu erzeugen.

Schon bisher gibt es offenbar Verflechtungen des Lichtblick-Eigners mit einem 1200-Megawatt-Gaskraftwerk im mecklenburgischen Lubmin.

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