Bundeswehr in Afghanistan
Deutsche Soldaten dürfen jetzt robuster töten
Rechtssicherheit beim Töten
Die Deklaration des deutschen Außenministers vom vergangenen Mittwoch, bei den Kämpfen in Afghanistan handele es sich um einen "nichtinternationalen bewaffneten Konflikt" - gemeint ist ein Bürgerkrieg -, wird in der Bundeswehr einhellig begrüßt. "Unsere Soldaten brauchen Rechtssicherheit", erklärt Verteidigungsminister Guttenberg dazu.
"Ergreifen/Töten"
Laut Presseberichten beteiligt sich das deutsche "Kommando Spezialkräfte" (KSK) schon seit letztem Jahr an einem höchst blutig geführten "Geheimkrieg" im Norden Afghanistans. Demnach sind dort zahlreiche Soldaten des KSK gemeinsam mit US-Spezialeinheiten damit befasst, Anführer der Aufständischen gezielt auszuschalten. Den Berichten zufolge arbeiten deutsche und andere Spezialeinheiten Listen von Aufstandsanführern ab, die jeweils als "c" oder "c/k" eingestuft werden. "'c' bedeutet capture, ergreifen, 'k' bedeutet kill, töten", heißt es dazu.
Unterstützung für lokale Anführer - Mögliche Teilung Pakistans
Während die Kämpfe weiter eskalieren, schreitet die Debatte um die Modalitäten eines künftigen Abzugs vom Hindukusch voran. Wie es in der "Zeitschrift Internationale Politik", der führenden Publikation der deutschen Außenpolitik, heißt, sollen am Hindukusch nicht länger zentralstaatliche Strukturen, sondern stattdessen lokale Anführer unterstützt werden - miteinander rivalisierende Warlords. Auch eine faktische Teilung Pakistans wird nicht ausgeschlossen.
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Am 12. Feb. 2010 unter:
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