Investitionen verzögert
Troge warnt vor längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke 14. Juni 2005[ngo/ddp] Der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, warnt vor einer Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken. Ein späteres Abschalten dieser Kraftwerke helfe dem Klimaschutz nicht, sagte er der "Frankfurter Rundschau". Es würden dann weniger neue Kraftwerke gebaut. "Damit würde der aus Klimaschutzgründen notwendige Trend zu einer stärker dezentralisierten Energieversorgung, bei der Strom und Wärme in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt werden, und in der mehr erneuerbare Energien Platz finden, erheblich verzögert", argumentierte er. CDU-Mitglied Troge widerspricht damit Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU). Sie hatte längere Laufzeiten der Atommeiler für den Fall eines Regierungswechsels angekündigt. Laut Atomkonsens, den Rot-Grün mit den Stromkonzernen geschlossen hat, soll das letzte Atomkraftwerk 2021 abgeschaltet werden. Allerdings wird das Alter nicht in Jahren bemessen, sondern in Kilowattstunden. Durch Übertragungen von einem Meiler auf einen anderen kann sich das Ende auch verschieben.
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