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gesundheitssystem

Mulitmorbides Gesundheitssystems trifft Weichspültaktik

Gesundheit: GKV kontra PKV | Hexentreiben im Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem ist morbide. Alle verdienen mit bei Gesundheit: IGEL | PKV | GKV Viele Kassenpatienten stellen sich in den letzten Monaten vermehrt die Frage: Warum erhalte ich in der Apotheke nicht mehr die Medikamente, die mir der Arzt auf dem Rezept verordnet hat? Die kurz gefasste Antwort darauf wäre: Weil es der Gesetzgeber so will! Aber was steck dahinter, was bewirkt die Gesundheitsreform tatsächlich? Im Jahre 2007 wurde der erste Teil der Gesundheitsreform verabschiedet, damals entschloss sich der Gesetzgeber den Gesundheitssektor zu liberalisieren. Was dieses Wort bedeutet, weiß inzwischen wohl jeder, der versucht hat hinter die Kulissen der Politik zu schauen. In der Hoffnung durch eine freie Marktgestaltung, sowie die Möglichkeit der Insolvenz eines Versicherers, würde sich der Gesundheitssektor auf ein gesundes Maß zurechtschrumpfen, wurden also die Märkte der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Privaten Krankenversicherer (PKV) geöffnet. Doch da hatten die Politiker die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Auf Grund vieler Rechtsunsicherheiten im neuen Gesundheitssystem haben findige Köpfe es immer wieder verstanden Schlupflöcher zu finden und zu nutzen.

"Sinkende Qualität der Leistungen"

Viele Deutsche fürchten offenbar Sparkurs im Gesundheitswesen

Obwohl die Deutschen grundsätzlich mit ihrer Gesundheitsversorgung zufrieden sind, nimmt nach Ansicht vieler Menschen die Qualität von Betreuung und Leistungen ab. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Valid Research im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, die am Dienstag (17. Februar) in Berlin vorgestellt wurde.

Höhere Kosten befürchtet

Schmidt bezeichnet Gesundheitsfonds als "gerecht", Spieth als "ungerecht"

Gut drei Monate vor der geplanten Einführung des Gesundheitsfonds streiten Koalition und Opposition erneut über die Gesundheitspolitik. Während Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) den Fonds am Donnerstag (18. September) als "gerecht" verteidigte und auf den Erhalt des solidarischen Gesundheitssystems verwies, befürchtet die Opposition eine "Rekordbelastung" der Versicherten durch einen Einheits-Beitragssatz von bis zu 16 Prozent.

"Selbstbetrug des eigenen Gewissens"

Ärzte kritisieren eine fortschreitende Ökonomisierung des Gesundheitssystems

Auf einem Kongress der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) kritisierten viele der rund 1000 Teilnehmer und 70 Referenten am Wochenende eine "fortschreitende Ökonomisierung des Gesundheitssystems". Auf dem Kongress mit dem Titel "Medizin und Gewissen - Im Streit zwischen Markt und Solidarität" wurde statt dessen für mehr "Solidarität zwischen Ärzten, Pflegern und Patienten" geworben. "Es herrschte unter den Teilnehmern weitgehend Einigkeit darüber, dass in der derzeitigen Debatte zu sehr über ökonomische Aspekte diskutiert wird", so Stephan Kolb, Mitorganisator des Kongresses. Ein Mensch, gerade als Patient, dürfe nicht auf sein Dasein als homo oeconomicus reduziert werden. Der Reformbedarf im Gesundheitssystem werde dabei keinesfalls ignoriert, es komme aber darauf an, dass Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen nicht zulasten von Patienten und Ärzten erreicht würden.

Rechtssicherheit für Ärzte

Medizinische Versorgung von "Menschen ohne Papiere" gefordert

Ärzte der Organisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) fordern eine "angemessene" medizinische Versorgung für "Menschen ohne Papiere" und eine "verbesserte Rechtssicherheit" für die behandelnden Ärzte. Es gehe um rund 1 Million Menschen, die ohne Ausweispapiere in Deutschland leben. "Öffentlichkeit und Politik dürfen diese Tatsache nicht verdrängen", fordern die Ärzte. Viele "in der Illegalität" lebende Menschen "sind oder werden krank, haben aber bisher keinen regulären Zugang zum Gesundheitssystem". Diese Menschen ohne Papiere nähmen ärztliche Hilfe daher meist zu spät oder gar nicht in Anspruch. Im Rahmen ihrer Kampagne "achten statt verachten" überreichte die Ärzteorganisation am Mittwoch Unterschriften von rund 5800 Unterzeichnern an die Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckhardt.

Tote, Verletzte & Vertriebene

Viele Kinder und Jugendliche unter den Opfern im Nahost-Krieg

Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef sind bei der israelischen Militäroffensive im Libanon bislang mehr Kinder als Soldaten gestorben. Schätzungsweise ein Drittel der insgesamt 620 Toten und 3200 Verletzten im Libanon seien Kinder und Jugendliche, sagte der Unicef-Geschäftsführer für Deutschland, Dietrich Garlichs, am Dienstag in Berlin. Die Zahl der Vertriebenen bezifferte er auf rund 800.000 Menschen.

Sterben zu Hause

Ambulante Sterbebegleitung soll erheblich ausgeweitet werden

Schwerstkranke Patienten sollen künftig zu Hause eine Sterbebegleitung erfahren. Die Deutsche Hospiz Stiftung legte am Dienstag in Berlin einen Gesetzentwurf vor, nach dem so genannte "Palliativdienste" bundesweit ein menschenwürdiges Sterben in den eigenen vier Wänden ermöglichen sollen. Das Bundesgesundheitsministerium lobte den Vorstoß. Eigene Eckpunkte für eine Regelung würden derzeit erarbeitet und seien "in wesentlichen Punkten völlig identisch".

18. Januar in Berlin

Ärzte kündigen Demo gegen Rationierungen und Leistungskürzungen an

Rund 40 Medizinerverbände rufen am 18. Januar zum "Tag der Ärzte" in Berlin auf. Man wolle gemeinsam gegen Rationierungen und Leistungskürzungen demonstrieren, sagte der Vorsitzende des Ärzte-Verbandes Hartmannbund, Kuno Winn, am Dienstag in Berlin. Geplant sei eine gemeinsame Resolution und eine Abschlusskundgebung vor dem Gesundheitsministerium.

Privatsphäre

Experte sieht schwere Sicherheitsprobleme bei elektronischer Patientenakte

Das aktuelle Konzept der elektronischen Patientenakte gefährdet nach Ansicht von Sicherheitsexperten die Privatsphäre der Versicherten in Deutschland. Die elektronische Patientenakte soll alle den Krankheits- und Behandlungsverlauf eines Patienten betreffenden Daten speichern. Krankenkassen oder Lebensversicherer könnten die Daten benutzen, um Gesundheitsrisiken aus der Versicherung auszuschließen, so das Ergebnis von Untersuchungen des TT-Sicherheitsberaters Thomas Maus. Banken könnten Kreditausfallrisiken entsprechend der Lebenserwartung der Kreditnehmer berechnen und Arbeitgeber die Einstellung von Mitarbeitern von erblichen Veranlagungen für Krankheiten abhängig machen. Die Free Software Foundation forderte angesichts der Mängel, das Konzept der elektronischen Patientenakte komplett neu zu entwerfen.

"Reform" gefordert

Bundesärztekammer will leistungsgerechte Vergütung des Arztes

Die Bundesärztekammer hat die Koalitionsvereinbarung von Union und SPD wegen der Vertagung "der Gesundheitsreform" auf das nächste Jahr scharf kritisiert. Einer grundlegenden Entscheidung zur künftigen Finanzierung des Gesundheitssystems scheine sich die neue Bundesregierung verweigern zu wollen, sagte Hauptgeschäftsführer Christoph Fuchs am Donnerstag auf der Medizin-Fachmesse "Medica" in Düsseldorf. Die Bundesärztekammer fordert "qualitativ hochwertige Leistungen zu bezahlbaren Preisen" sowie eine "leistungsgerechte Vergütung des Arztes".

Armut & Reichtum

Zahnarzt-Funktionäre vervierfachen offenbar ihr Gehalt

Neben Kassenchefs und Ärzte-Funktionären konnten nach einem Zeitungsbericht auch die Vertreter der Zahnärzte ihre Gehälter im vergangenen Jahr kräftig steigern. Die Bezüge einzelner Vorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZV) seien um mehr als 300 Prozent gewachsen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Statistiken. Spitzenreiter sei der Chef der KZV Westfalen-Lippe, Dietmar Gorski, dessen Gehalt nun bei 221.600 Euro liege. Ein Jahr zuvor habe es 49.000 Euro betragen - ein sattes Plus von 350 Prozent. Damit verdiene Gorski mehr als der Chef der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) Jürgen Fedderwitz, der mit 220.000 Euro nach Hause gehe. Zuvor hätten dessen Bezüge bei 73.600 Euro gelegen, wobei damals weitere Zahlungen wie Sitzungsgelder hinzukamen.

Burundi

Ärzte ohne Grenzen warnt vor Folgen eines neuen Gesundheitssystems

In Burundi sind rund eine Million Menschen von der medizinischen Grundversorgung ausgeschlossen. Zudem sind zwei Drittel der Bevölkerung gezwungen, das Wenige, das sie besitzen, zu verkaufen, um eine medizinische Behandlung bezahlen zu können. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht, den Ärzte ohne Grenzen am Donnerstag in Nairobi veröffentlichte. Die Situation ist nach Angaben der Hilfsorganisation die direkte Folge der Einführung eines neuen Gesundheitssystems, das auf Kostendeckung ausgerichtet ist. Ärzte ohne Grenzen ruft alle verantwortlichen Akteure des Entwicklungs- und Gesundheitssektors auf, die Gesundheitsversorgung für die verarmte Bevölkerung zu garantieren.

Mehr Prävention

Forscher für Erhöhung der Alkoholsteuer

Gesundheitsforscher stehen einer Erhöhung der Alkoholsteuer positiv gegenüber. Eine neue Studie des Fritz-Beske-Instituts für Gesundheitssystemforschung enthalte den Vorschlag, die Steuer auf Bier, Sekt und Branntwein um 70 Prozent anzuheben, berichtet die "Bild"-Zeitung. Nach Berechnungen des Instituts würde die Steuer für Branntwein je Liter reinen Alkohols von 13 auf 22 Euro steigen. Ein Teil der Steuereinnahmen solle direkt in die Prävention fließen.

Gesundheitssystem zusammengebrochen

Hilfe an der Elfenbeinküste fehlt

Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen äußerte sich besorgt zu der humanitären Situation im Westen der Elfenbeinküste. Dort hätten Krieg und Gewalt die Lage verschärft. Nach eigenen Angaben ist im Westen der Elfenbeinküste das qualifizierte medizinische Personal größtenteils vor der Gewalt geflohen. Die meisten Gesundheitseinrichtungen seien zerstört und geplündert worden. Die Organisation befürchte eine Zunahme von Krankheiten und Unterernährung sowie dramatisch steigende Sterblichkeitsraten.

Golf-Krieg nie beendet

Cap Anamur berichtet von zermürbter Bevölkerung im Irak

Die Bevölkerung im Irak ist nach Darstellung der Hilfsorganisation Cap Anamur von der jahrelangen Ausnahmesituation und dem Wirtschaftsembargo völlig zermürbt. Der Vorsitzende von Cap Anamur, Elias Bierdel, erinnerte am Freitag im Deutschlandfunk daran, dass der Krieg im Irak nie wirklich aufgehört habe und Amerikaner und Briten noch immer mit Kampfjets über das Land flögen. Es gebe ständig Luftalarm und bei Angriffen auch Tote. Seiner Einschätzung nach seien die Menschen im Irak am Ende ihrer Kräfte angekommen.

Beitragswelle

Bis zu 100 Krankenkassen wollen Beitragssätze anheben

Viele der gesetzlich Krankenversicherten müssen sich nun definitiv auf höhere Beiträge einstellen. Rund 100 gesetzliche Krankenkassen wollen nach Schätzungen des Bundesversicherungsamts (BVA) zum 1. Januar 2003 ihre Sätze anheben. Die Behörde habe bereits 29 Eilanträge von Betriebskrankenkassen genehmigt, berichtete am Montag die "Bild"-Zeitung. Die Behörde rechnet nun damit, dass noch in diesem Jahr weitere 60 Anträge auf Beitragssatzerhöhungen gestellt werden. Nach Informationen von "NDR 90,3" werden von den Ersatzkassen sowohl die Barmer wie auch die DAK vermutlich noch im Dezember Erhöhungen beschließen. Die DAK erwägt demnach, den Beitrag von 14,5 auf 15,2 Prozent anzuheben. Ein Sprecher bestätigte, dass es auf jeden Fall Erhöhungen geben wird. Den Umfang werde der Verwaltungsrat am 10. Dezember festlegen. Bei der Barmer ist nach NDR-Informationen noch offen, ob der Beitrag von 14,5 auf 14,9 oder 15,2 Prozent steigen wird.

Steuererhöhungen

Merkel für Verhaltenskodex vor der Wahl

CDU-Chefin Angela Merkel spricht sich für einen Verhaltenskodex für Versprechungen von Politikern vor der Wahl aus. Es müssten Mindeststandards gesteckt werden, an die sich Politiker zu halten hätten sagte Merkel am Dienstag auf dem Arbeitgebertag in Berlin. Dies solle dazu beitragen, "dass nicht alles anders gemacht wird am Tag nach der Wahl", so die Parteivorsitzende. Zugleich kritisierte sie die jüngsten Regierungspläne zu Änderungen im Steuerrecht. Abgaben und Steuererhöhungen träfen immer die Leistungsträger. Dazu zähle sie auch einen Facharbeiter, der Überstunden mache, dadurch jedoch die Beitragsbemessungsgrenze überschreite.

EU-Gipfel in Sevilla vom 20.-22. Juni

Attac mobilisiert Proteste

Anlässlich des EU-Gipfels in Sevilla rufen Attac und viele andere Globalisierungskritiker für den 20. bis 22. Juni zu Protesten und Demonstrationen auf. Ein soziales und demokratisches Europa werde nach ihrer Ansicht nur durch intensiven Druck von unten möglich sein. Attac wird sich in Sevilla an den vielfältigen Aktionen und Demonstrationen für einen grundlegenden Politikwechsel der EU beteiligen. Mehrere Busse sollen quer durch Deutschland nach Sevilla fahren.