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Spendengelder für Werbeagentur

Parkinson Fonds darf in Rheinland-Pfalz keine Spenden mehr sammeln

Der Internationale Parkinson Fonds Deutschland darf in Rheinland-Pfalz künftig keine Spenden mehr sammeln. Die für das Sammlungsrecht zuständige Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier untersagte der Gesellschaft am Dienstag (10. Juni) jegliche Spendensammlungen mit sofortiger Wirkung. Eine Prüfung habe ergeben, dass die Spenden in erster Linie für eine Werbeagentur verwendet würden, wie die Behörde am Dienstag in Trier mitteilte.

Verdacht auf Spendenbetrug

Die Grauen schließen Ex-Bundesvorsitzenden Raeder aus

Die Seniorenpartei Die Grauen hat ihren ehemaligen Bundesvorsitzenden Norbert Raeder ausgeschlossen. Wie Parteivize Manfred Albrecht am Dienstag in Wuppertal mitteilte, wird Raeder "massives parteischädigendes Verhalten" vorgeworfen. Raeder habe offenbar seit Wochen eine Abspaltung von den Grauen geplant.

Zahlungsunfähigkeit & Verdacht auf Spendenbetrug

Die Grauen wollen möglicherweise Parteiauflösung beschließen

Die Seniorenpartei "Die Grauen" will sich möglicherweise auf einem Bundesparteitag am 1. März in Wuppertal auflösen. "Im Moment sieht alles nach einer Selbstauflösung aus", sagte der Ex-Bundesvorsitzende und aktuelle Berliner Landeschef Norbert Raeder. Im Gespräch sei auch eine Mitgliederbefragung über das Ende der Partei. Raeder hatte erst im Oktober 2007 den Vorsitz von Parteigründerin Trude Unruh übernommen und war Ende Januar von seinem Amt zurückgetreten. Als Grund für die Auflösung der Seniorenpartei gibt der amtierende Bundesvorstand Zahlungsunfähigkeit an.

Parteispenden-Affäre

Anklage gegen CSU-Politiker Hollerith wegen Verdachts der Untreue

In der Parteispenden-Affäre um die Altöttinger CSU hat die Staatsanwaltschaft Traunstein Anklage gegen den früheren CSU-Bundestagsabgeordneten Josef Hollerith wegen Verdachts der Untreue und wegen Verstoßes gegen das Parteiengesetz erhoben. Das Amtsgericht Altötting erließ zudem einen Strafbefehl gegen einen Geschäftsmann wegen Verdachts der Beihilfe, wie der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Vordermayer am 13. Juni mitteilte.

BMW-Parteispende mit 200 PS

Grünen-Führung fährt weiter große Limousinen

Ungeachtet des Appells von Grünen-Fraktionschefin Renate Künast zum Umstieg auf schadstoffarme Autos aus Japan lässt sich die Führungsspitze ihrer Partei weiter mit großen Limousinen chauffieren. Wie der "Berliner "Tagesspiegel" berichtet, wurden die zwei rund 200 PS starken 530er Diesel-BMW den Grünen von dem bayerischen Autokonzern als Parteispende zur Verfügung gestellt. Künast hatte empfohlen, Hybrid-Autos des japanischen Herstellers Toyota zu kaufen.

"Staatliche Aufgaben"

Naturschützer wollen Beibehaltung der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden

Anlässlich der Woche des bürgerschaftlichen Engagements hat der Naturschutzbund NABU die Regierungen von Bund und Ländern aufgefordert, "die Leistung Tausender freiwilliger Helfer bei Verbänden und Organisationen im Umweltbereich stärker anzuerkennen und zu unterstützen". Auf die Naturschutzgruppen komme wegen des Rückzugs von Bund und Ländern und der zunehmenden Privatisierung von Naturschutzaufgaben immer mehr Arbeit zu. "Wir stehen bereit, um beispielsweise in der Betreuung von Schutzgebieten weitere Aufgaben zu übernehmen. Wir müssen aber dann auch die Möglichkeit haben, diese Arbeit auf eine solide Basis zu stellen", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Als kontraproduktiv bezeichnete der NABU-Präsident die Diskussion um die Streichung der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden und Mitgliedsbeiträgen.

Regierung beschwichtigt

Vereine fürchten um Spenden wegen Änderungen an Steuerbegünstigung

Verbände und Politiker haben die Bundesregierung vor Einschnitten bei der steuerlichen Förderung der Gemeinnützigkeit gewarnt. Es wäre ein "absoluter Bärendienst", falls Spenden für Fördervereine nicht mehr abzugsfähig seien, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann. Auch CSU und FDP lehnten stärkere Belastungen für Vereine ab. Der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg beschwichtigte, man werde "mit äußerster Sensibilität" vorgehen und wolle keine zusätzlichen Steuern über die Reform einnehmen. Der Wissenschaftliche Beirat des Finanzministeriums hatte der Regierung am Dienstag in einem Gutachten geraten, Steuervergünstigungen für gemeinnützige Zwecke erheblich einzuschränken. Diese Vergünstigungen würden viel zu großzügig vergeben und kosteten den Staat - inklusive der Befreiungen im Gesundheits- und Sozialwesen - jährlich mehr als zehn Milliarden Euro.

Konkurrenz

Immer mehr Spenden für Hotelkauf in Delmenhorst

Auf dem Spendenkonto, mit dem der Verkauf eines Delmenhorster Innenstadt-Hotels an einen als rechtsextrem eingestuften Hamburger Rechtsanwalt verhindert werden soll, geht immer mehr Geld zu sparen ein. Am Mittwochnachmittag lag der Kontostand bei knapp einer halben Million Euro.

Subventionstöpfe & Spendentöpfe

Ruhrkohle-Konzern löst mit seinen Spenden Streit bei der FDP aus

Innerhalb der FDP gibt es Streit um eine Spende des Essener Bergbau- und Energiekonzerns RAG in Höhe von 50.000 Euro. Die Bundespartei will einer Forderung des Fraktionschefs im Düsseldorfer Landtag, Gerhard Papke, nicht nachkommen und das im Jahr 2005 in die Parteikasse geflossene Geld zu sparen zurückzahlen. Papke vermutet mit Blick auf die Spenden auch an die SPD und die CDU Einflussnahme der RAG, die hohe Steinkohlesubventionen erhält. "An der Zulässigkeit der Spende besteht kein Zweifel", sagte dagegen ein FDP-Sprecher. Auch andere Parteien erhielt Spenden vom RAG-Konzern: An die Bundes-SPD flossen 100.000 Euro, an die CDU 70.000 Euro und 30.000 Euro gab es für die CSU.

Geld-Spendenrekord nach Tsunami

Spendenrat fordert Steuervorteile für ehrenamtliche Arbeit

Die Flutkatastrophe in Südasien hat nach Angaben des Deutschen Spendenrates die bislang höchste Spendenbereitschaft in der Geschichte der Bundesrepublik ausgelöst. Allein im Dezember und Januar gingen bei den Hilfsorganisationen mehr als eine Milliarde Euro ein, wie der Verein am Dienstag in Berlin mitteilte. Von Juli 2004 bis Juni 2005 seien in Deutschland insgesamt 2,6 Milliarden Euro gespendet worden. Zudem seien 3,3 Milliarden Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet worden. Um diese unverzichtbaren Tätigkeiten zu fördern, sei eine steuerliche Berücksichtigung ähnlich wie bei Geldspenden nötig.

Von Abfindung zur Spende

RWE und der CDU-Politiker Meyer stritten sich über Spende

Die vom Energie- und Atomkonzern RWE an den früheren CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer gezahlte Abfindung in Höhe von 81.000 Euro war offenbar Gegenstand eines Streits zwischen dem Konzern und dem Politiker. Meyer hatte aufgrund des öffentlichen Drucks angekündigt, die Summe an SOS-Kinderdörfer zu spenden. Dort kam das Geld aber offenbar bislang nicht an. Jetzt soll Meyer die Abfindung an RWE zurückzahlen und von dort an die Kinderdörfer überwiesen werden.

Krupp-Spende

Schiller-Handschriften vor Tintenfraß bewahrt

Wertvolle Schiller-Handschriften stehen der Forschung zum 200. Todestag des Dichters wieder zur Verfügung. Mit einer Spende von 30.000 Euro der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung habe das Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar seit dem Sommer vergangenen Jahres 300 Blatt der Werkmanuskripte Friedrich Schillers (1759-1805) restauriert, sagte Archiv-Direktor Jochen Golz am Dienstag in Weimar. Die Handschriften waren durch Tintenfraß, Verschmutzungen und zahlreiche Gebrauchsspuren so stark gefährdet, dass sie für die Benutzung gesperrt worden waren. Das betraf unter anderem Vorstudien zu "Wilhelm Tell" und zu "Demetrius" sowie Teile der Hamburger und der Weimarer Bühnenfassung von "Don Carlos".

Kinderrechte

"Lichter für Kinder" sammelt Geld für Notleidende

Am Freitag, dem 20. August, findet in Berlin die Aktion "Lichter für Kinder" zugunsten der Kinder dieser Welt statt. Dabei werden 5.000 Schülerinnen und Schüler eine Million Kerzen anzünden und sie rund um die Siegessäule platzieren. Noch nie wurden soviele Kerzen an einem einzigen Ort entzündet. Mit der Aktion weisen wir auf die rund eine Million Kinder hin, die jeden Monat an Unterernährung, Krankheit, Missbrauch und Gewalt sterben.

Bilanz 2003

Erhöhte Spenden helfen Projekten für Kinder in aller Welt

Das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk terre des hommes Deutschland hat im Jahr 2003 Spenden in Höhe von 13,9 Millionen Euro eingenommen. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von gut vier Prozent. Peter Mucke, Geschäftsführender Vorstand von terre des hommes, bezeichnete das Ergebnis angesichts schwieriger wirtschaftlicher Zeiten und einem von Kürzungs- und Spardebatten geprägten Klima als gut. "Das Ergebnis gibt uns Rückenwind für unsere Arbeit zum Schutz von Kindern, die versklavt, gehandelt, zwangsrekrutiert oder sexuell missbraucht werden", so Mucke.

Bilanz nach der Flut

Über 97 Prozent der Spenden zum Wohl der Opfer eingesetzt

50 Projekte zur Bekämpfung der Hochwasserfolgen in Sachsen und Sachsen-Anhalt hat der Arbeiter-Samariter-Bund bis heute durchgeführt. Damit hat der ASB über 97 Prozent der mehr als 4,8 Millionen Euro, die er an Spendengeldern für die Flutopfer erhalten hat, eingesetzt. Da einige Projekte noch laufen, sind weitere Gelder fest verplant. Die ASB-Hilfe umfasste den Wiederaufbau sozialer Einrichtungen wie Kindergärten, Ausbildungsstätten und Senioreneinrichtungen, die Durchführung von Beratungsdiensten, die Verteilung von Hilfsgütern, Ferienfreizeiten für Kinder, Ausstattungshilfen und handwerkliche Unterstützung.

WWF-Jahresbericht 2002

Mehr Spenden und Mitglieder für den Umweltschutz mit dem Panda

Trotz der angespannten Wirtschaftslage in Deutschland nimmt die Spendenbereitschaft für den Umweltschutz zu: Für den WWF Deutschland endete das Geschäftsjahr 2002 mit 22,5 Millionen Euro auf der Ertragsseite, das sind 13 Prozent mehr Einnahmen als im Vorjahr. Dieses Ergebnis verkündete WWF-Geschäftsführer Dr. Peter Prokosch am Dienstag bei der Vorstellung des aktuellen Jahresberichts. Fast eine Viertelmillion Menschen unterstützte 2002 die Arbeit des WWF zum Erhalt der Natur. Die Fördererkartei wuchs um 6.000 Einträge auf insgesamt 249.000 an, Rekord in der 40-jährigen Geschichte des WWF. Prokosch sagte angesichts der positiven Bilanz: "Die Menschen in Deutschland sparen nicht am Umweltschutz. Das Mehr an Spenden und Mitgliedern zeigt, dass man uns zutraut, Umweltprobleme mit Fachkompetenz zu lösen."

Altkleidersammlung

Karitative Verbände sollen Verwertung von Kleiderspenden offenlegen

Mit Frühlingsbeginn nimmt die Zahl der Altkleidersammlungen wieder deutlich zu. Für die Spenderinnen und Spender der Altkleider wird es in den meisten Fällen nicht möglich sein herauszufinden, wo ihre Altkleider eigentlich landen. Viele Sammler erweckten den Eindruck, es ginge um eine direkte Spende für Bedürftige, doch in der Regel würden die Altkleider nach rein kommerziellen Gesichtspunkten vermarktet. Das entwicklungspolitische Institut SÜDWIND fordert daher gerade von karitativen Altkleidersammlern Transparenz über die Weitervermarktung der Spenden.

Medizin

Neue Standards für Blutspenden ab 2005

Ab 2005 sollen in der Europäischen Union einheitliche und strenge Sicherheitsstandards für Blutspenden gelten. Am Mittwoch, hat das Europaparlament in dritter und abschließender Lesung eine entsprechende Richtlinie verabschiedet. Die Prüfung von Blutspenden darf in Zukunft nur durch medizinisches oder biowissenschaftliches Fachpersonal mit einschlägiger Berufserfahrung geschehen. Die Frage der Verantwortung war bisher nicht eindeutig geklärt.

Parteispenden

FDP lässt Möllemann Frist von einer Woche

Nach der Bundespartei drängt nun auch die nordrhein-westfälische FDP den früheren Landesvorsitzenden Jürgen Möllemann zum Austritt aus der Partei. Der Vorstand des Landesverbandes schloss sich am späten Montagabend mit einer Gegenstimme und drei Enthaltungen einer Entscheidung des Bundespräsidiums an, wonach Möllemann innerhalb einer Woche sein Parteibuch freiwillig zurückzugeben soll. Andernfalls wollen der Bundesvorstand am kommenden Montag und der Landesvorstand am 9. Dezember über ein Parteiausschlussverfahren entscheiden. Dieses Verfahren soll zunächst beim Landes- und dann beim Bundesschiedsgericht der Partei geführt werden.

Prüfbericht

Offenbar mehr als die Hälfte aller FDP-Spenden in NRW illegal

Offenbar finanzierte sich die nordrhein-westfälische FDP in den letzten Jahren überwiegend aus illegalen Quellen. Nach Informationen der "Berliner Zeitung" ist bei mehr als der Hälfte der Einzelspenden, die im NRW Landesverband in den Jahren 1999 und 2000 als korrekt verbucht wurden, die Herkunft unklar. Der Landesverband weise im Rechenschaftsbericht für 1999 Einzelspenden von Privatpersonen im Gesamtvolumen von 190 000 Euro aus. Nach Prüfung der Zahlungsbelege müsse davon ausgegangen werden, dass mit knapp 100 000 Euro gut die Hälfte dieser Einzelspenden aus dunklen Kanälen stamme.