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Schlechte Zeiten für die Musikindustrie

Minus statt Plus

Die weltweiten Umsätze mit Musik sind 2002 um sieben Prozent gefallen. Rund um den Globus wurden um acht Prozent weniger Tonträger verkauft. Das teilte der internationale Verband der Musikindustrie IFPI mit, der 1.500 Musikunternehmen in 76 Ländern vertritt. Weltweit wurden 2002 demnach 32 Milliarden Dollar für Musik ausgegeben. Wie schon im Jahr davor führte die IFPI den Einbruch des Musikgeschäfts auf die massenhafte Nutzung unautorisierter Musikangebote im Internet, die zunehmende Verbreitung von Breitband-Internet in den wichtigsten Märkten sowie die steigende Verfügbarkeit von CD-Brennern zurück. Als Reaktion darauf setzt die Industrie inzwischen neben dem Kampf gegen Online-Piraten auch schon auf den raschen Launch legaler Musikangebote im Web.

Der Verkauf von CD-Alben sei weltweit um sechs Prozent, der von Singles um 16 Prozent sowie der von Musikkassetten um 36 Prozent gefallen. "Die Zahlen enthalten diesmal keine Überraschungen", so IFPI-Chef Jay Berman.

Eines der wenigen Wachstumssegmente der Branche seien Musikvideos, hauptsächlich auf DVD im Zuge des allgemeinen Booms des Formats. 2002 seien 58 Prozent mehr Musikvideos auf DVD verkauft worden, während der Absatz von VHS-Videos um 42 Prozent gesunken sei. Auch mit den neuen Formaten DVD-Audio und Super Audio CD (SACD) zeigte sich der Verband zufrieden, obwohl weltweit nur jeweils eine Million davon verkauft wurden. In den USA sei der Absatz von Tonträgern um ein Zehntel gefallen, in Deutschland um neun Prozent, in Österreich um knapp acht Prozent. Japan hätte ebenso ein Minus von neun Prozent hinnehmen müssen. Insgesamt büßte Asien ein Zehntel der Umsätze mit Musik ein, wobei hier nicht nur Online-Piraterie, sondern auch physische Raubkopierer und die schlechte wirtschaftliche Lage hinzukämen.

 
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