Buch "Todestanz - Sex und Aids in Afrika" erklärt Hintergründe der Ausbreitung

HIV/Aids

Die Frage, weshalb sich diese Seuche auf dem schwarzen Kontinent - anders als in Europa - so ungehindert verbreitet und zum Ausbluten Afrikas führt, ist hochbrisant und lädt zu mancherlei Spekulationen ein. Das Buch "Todestanz - Sex und Aids in Afrika"geht dieser Frage nach und scheut sich nicht, afrikanische Sexualpraktiken zu schildern, welche die Verbreitung von HIV/Aids beschleunigen. Verantwortlich sei vor allem das Sexualverhalten der Männer, sagen die Autoren. Häufig wechselnde Partnerinnen sind für viele selbstverständlich. Männer, die zu Prostituierten gehen, bestehen meist auf ungeschütztem Sex, selbst dann, wenn die Frau HIV-positiv ist und es dem Freier ausdrücklich sagt.

Ein anderer Grund sind die weit verbreiteten Beschneidungsrituale, bei denen zwischen den einzelnen Eingriffen das Messer weder gesäubert noch gewechselt wird. Das Buch stellt eine Kooperation zwischen dem Eichborn-Verlag und WORLD VISION dar. Autoren sind der ehemalige ZDF-Journalist Heinz Metlitzky und die namhafte Kriegsfotografin Ursula Meissner, deren Bilder immer wieder beeindrucken.

Jedes Jahr sterben in Schwarzafrika so viele Menschen an der Immunschwäche Aids wie Berlin Einwohner hat. In einigen Ländern Afrikas ist bereits jeder vierte Einwohner infiziert. Fast 30 Millionen Afrikaner tragen bereits den Virus. Jeden Tag kommen 14.000 Neuinfizierungen hinzu.