Bischof Mixa kritisiert "Neokolonialismus" der Großmächte

Rohstoffinteressen

Der Augsburger Bischof Walter Mixa hat die Versuche der Großmächte, eigene Rohstoffinteressen auf Kosten anderer Völker mit Gewalt durchzusetzen, als "Neokolonialismus" kritisiert. Wer in Zeiten der Globalisierung glaube, Machtpolitik nach altem Muster betreiben zu können, trage dazu bei, das globale System zu destabilisieren, sagte Mixa am Dienstag in Augsburg.

Mixa, der auch katholischer Militärbischof ist, forderte einen verstärkten Einsatz aller politisch Verantwortlichen für den Weltfrieden. Kernelemente einer internationalen Friedensordnung seien entwicklungspolitische Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut und ein respektvoller Dialog der Kulturen und Religionen. "Sicherheit und Freiheit können nicht alleine mit militärischen Mitteln erreicht oder erhalten werden, sondern fordern ein Bündel politischer, kultureller und wirtschaftlicher Maßnahmen", so Mixa.