211.000 Menschen ohne Krankenversicherung

Statistik

Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung steigt. Wie das Statistische Bundesamt am 7. Februar in Wiesbaden mitteilte, waren im ersten Quartal 2007 offiziell insgesamt 211.000 Menschen in Deutschland nicht krankenversichert und besaßen auch keinen sonstigen Anspruch auf Krankenversorgung. Damit lag die Quote laut dem alle vier Jahre erhobenen Zusatzprogramms "Angaben zur Krankenversicherung" im Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa, bei knapp 0,3 Prozent der Gesamtbevölkerung.

1999 war eine Quote von knapp 0,2 Prozent und 2003 etwas über 0,2 Prozent ermittelt worden. 1999 besaßen in Deutschland danach 145.000 Menschen keinen Krankenversicherungsschutz, 2003 waren es 177.000 Personen.

Zu der Entwicklung trugen nach Angaben der Statistiker vor allem die Männer bei: Im Jahr 1999 betrug die Zahl der nicht krankenversicherten Männer 79.000. Vier Jahre später stieg sie auf 104.000 und im Jahr 2007 auf 142.000. Damit stellten Männer 1999 deutschlandweit gut die Hälfte (55 Prozent) aller Personen ohne Krankenversicherungsschutz. 2003 lag ihr Anteil bei knapp drei Fünfteln (59 Prozent) und 2007 bei rund zwei Dritteln (67 Prozent).

Zu den Personen mit einem sonstigen Anspruch auf Krankenversorgung zählen beispielsweise Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten, sowie Grundwehrdienst- und Zivildienstleistende.