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Schwarzmarkt und Anbau von Gen-Pflanzen führen zu allgemeiner Verseuchung

Gentechnik

Gentechnisch veränderte Kulturpflanzen verbreiten sich nach Ansicht von Landwirtschaftsexperten so rasch, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel zukünftig für Konsumenten unvermeidbar sein werden. Allein im Jahr 2000 wurden auf rund 405 Mio. Hektar Ackerland genmanipuliertes Saatgut aufgebracht. Das bedeutet eine 25-fache Steigerung gegenüber 1996. Zusätzlich wurden Biotech-Saaten durch Pollenflug, Mischsaatgut und Schwarzmarkt-Pflanzungen in die entferntesten Ecken transportiert, so ein Bericht in der New York Times.

Der Hauptanteil der gentechnisch manipulierten Sojabohnen- und Getreidefelder befindet sich in Nord- und Südamerika. Diese Staaten zählen auch zu den größten Lebensmittel-Exporteuren. Mit Biotech-Saaten, die genetisch manipuliert werden, um z.B. ihre eigenen Insektizide zu produzieren oder Unkrautvernichtungsmitteln standhalten, wird allerdings auch in China, Indien, Australien und Südafrika experimentiert. "Genmanipulation wird auch vor jenen Ländern nicht halt machen, die ein Verbot ausgesprochen haben. Grund dafür ist der aufkeimende Schwarzmarkt", erklärte Neil Harl von der Iowa State University.

Das Beispiel Starlink hat bereits gezeigt, dass Konsumenten wenig Wahl haben, sich gegen Genmanipulation auszusprechen. Starlink, genmanipuliertes Getreide, gelangte in die Nahrungskette und gab Anlass zu einer Rückholaktion in den USA und Japan. Das Getreide kann beim Verzehr zu Allergien führen. Saatgutunternehmen, Bauern, Nahrungsmittelproduzenten haben in den vergangenen sechs Monaten rund eine Milliarde Dollar in die Ausrottung von Starlink investiert. Nach Expertenmeinung dauert dieser Prozess allerdings Jahre. "Obwohl es kaum Beweise dafür gibt, dass Biotech-Nahrung eine Gefahr für den Menschen birgt, zeigte Starlink, dass es bei einer Pflanzung von weniger als einem Prozent an genmanipuliertem Saatgut leicht zu Kontaminationen und zu einer Verseuchung der Nahrungskette kommen kann", erklärte ein Pflanzenexperte.

In den USA kümmern sich nur mehr wenige Konsumenten um den Einsatz von Biotechnologie. Die meisten Hersteller setzen genmanipuliertes Saatgut ein und betonen die Sicherheit der Produkte. Die Biotech-Industrie fühlt sich bereits als Sieger. Die USA, Brasilien und Argentinien stellen 90 Prozent der weltweiten Getreide- und Sojabohnen-Exporteure dar. Massenverfrachtungen per Schiff von den USA nach Argentinien führen meistens biotechnologisch veränderte Produkte mit sich.

Brasilien wird angelastet, einen Schwarzmarkt mit Biotech-Sojabohnen zu betreiben. Legalisiert Brasilien die Biotech-Produktion, könnte es für Europa und Asien, als die Hauptimporteure von Soja, schwierig werden, nicht-genmanipulierte Sojabohnen zu erhalten.

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