Ohne Beweise
Für Bush sind Bin Laden und das Taliban-Regime die Urheber des Terrors
Bush schwor das amerikanische Volk auf einen langen Kampf gegen den Terrorismus ein. "Dies wird länger dauern als alles in der Vergangenheit", kündigte Bush an. Es werde überraschende Schläge und verdeckte Operationen geben, deren Erfolg möglicherweise nicht sofort sichtbar sei. Die USA würden die Terroristen "von Ort zu Ort treiben, bis sie keine Ruhe und keine Zuflucht mehr finden". Einen genauen Zeitpunkt für den Beginn der Militäraktionen nannte Bush in seiner Rede nicht. Es werde die Stunde kommen, in der Amerika handelt. An die US-Armee gerichtet sagte der Präsident: "Seid bereit!"
Bush sagte weiter, jede Nation und jede Region müsse sich jetzt entscheiden. "Entweder sie sind mit uns, oder sie stehen den Terroristen bei", betonte er. Von heute an werde jede Nation, die den Terroristen weiterhin Unterschlupf gewähre, als Feind betrachtet. Bush forderte alle Nationen weltweit auf, sich dem Kampf gegen den Terrorismus anzuschließen.
Zuvor hatte der britische Premierminister Tony Blair den USA die "volle Solidarität und Unterstützung" seines Landes im Kampf gegen den Terrorismus zugesagt. Dies könne er auch für die übrigen Verbündeten in Europa tun, sagte Blair nach einem Treffen mit Bush. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) appellierte an die Deutschen, sich bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus geschlossen hinter die USA zu stellen
Außenminister Fischer zeigte Verständnis für die von den USA angekündigten Feldzug gegen Afghanistan und kündigte Unterstützung an. Er forderte nach seinem Treffen mit UN-Generalsekretär Kofi Annan zudem eine stärkere Rolle der Vereinten Nationen.
Die PDS warnte in einer Stellungnahme vor der Spirale der Gewalt, die damit ausgelöst werden könnte. Ein Krieg würde erneut das Leben vieler Unschuldiger fordern. Der Teufelskreis von Rache und Vergeltung müsse durchbrochen werden. Von der Bundesregierung erwartet die PDS, dass sie sich für Besonnenheit und Kriegsverhinderung einsetzt.
Unterdessen hat sich die Zahl der beim Terroranschlag auf das World Trade Center Vermissten auf 6.333 erhöht. Bislang war man von 5.400 Vermissten ausgegangen. Als Grund für die Erhöhung gab New Yorks Bürgermeister Rudolph Guiliani an, dass weitere Länder Menschen als vermisst gemeldet hätten. Die Zahl der Verletzten betrage 6.291.
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Am 21. Sep. 2001 unter:
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