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ASB verteilt Kindernahrung an Flüchtlinge

Tschetschenien

An insgesamt 5.600 Familien in tschetschenischen und inguschetischen Flüchtlingslagern verteilt der Arbeiter-Samariter-Bund Kinder- und Babynahrung. Die Pakete enthalten vitamin- und mineralstoffreiche Nahrungsmittel und decken den Bedarf für die nächsten drei Wintermonate. In Tschetschenien erhalten Menschen die überlebenswichtige Unterstützung, die in zwei Flüchtlingscamps und privaten Flüchtlingsunterkünften in der Umgebung der ca. 50 km nördlich der Hauptstadt Grosny gelegenen Stadt Znamenskoje leben. In Inguschetien gehen die Hilfslieferungen in die Flüchtlingslager Yukon, Aki Yurt und Bard Yurd im Norden des Landes. Das Hilfsprojekt im Wert von rund 180.000 DM wird vom Auswärtigen Amt und aus ASB-Eigenmitteln finanziert.

Seit der Bombardierung Grosnys 1999 sind mehr als 350.000 Tschetschenen auf der Flucht. Rund 200.000 Menschen leben in tschetschenischen Flüchtlingslagern, etwa 150.000 Menschen sind ins benachbarte Inguschetien geflohen. In beiden Ländern ist die Situation für die Flüchtlinge katastrophal. In den tschetschenischen Flüchtlingslagern fehlt es an allem - Lebensmitteln, Bekleidung, Hygieneartikeln und Trinkwasser. Besonders betroffen von dieser Situation sind Kinder, Behinderte und ältere Personen. Auch das arme Land Inguschetien mit seinen 300.000 Einwohnern ist mit der Versorgung der Flüchtlinge völlig überfordert.

Der ASB ist seit mehreren Jahren in Inguschetien aktiv und engagiert sich insbesondere für die Versorgung und psychosoziale Betreuung von Kindern und kinderreichen Familien. Erstmals ist der ASB mit diesem Projekt auch in Tschetschenien aktiv, wo die Sicherheitslage für Hilfsorganisationen weiterhin schwierig ist. Aus diesem Grunde konzentriert sich der ASB zunächst auf die verhältnismäßig sichere Region um die Stadt Znamenskoje.

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