Tehri Staudamm
Flutung bedroht zehntausend Menschen
Für das Tehri-Projekt verlieren insgesamt über 100.000 Menschen ihr Land. Von der ersten Teilflutung ist jedoch nur die Stadt Tehri betroffen. Der deutsche Bundeskanzler hatte vor seiner Indienreise Ende Oktober gegen den Willen der Entwicklungsministerin und des Aussenministers eine Hermesbürgschaft in Höhe von 70 Millionen DM für den Tehri-Staudamm durchgesetzt. "Ich bin sehr glücklich darüber, dass Deutschland diese Exportbürgschaft genehmigt hat und glaube, dass damit wirklich kein Zweifel mehr an diesem Projekt bestehen kann," kommentierte der indische Energieminister Suresh Prabhu das Gastgeschenk des Bundeskanzlers.
Indische NRO fordern den Bundeskanzler auf, seinen Einfluss bei der indischen Regierung zu nutzen, um die bevorstehende Flutung der Stadt Tehri zu verhindern. Sie weisen in ihrem Brief darauf hin, dass die Flutung von besiedeltem Gebiet auch nach indischen Gesetzen rechtswidrig ist und schreiben: "Wir bitten Sie, sich persönlich dafür einzusetzen, dass die Bewohner der Stadt Tehri und der 107 betroffenen Dörfer ordnungsgemäß umgesiedelt und entschädigt werden (...) bevor ihr Land und ihre Häuser geflutet werden.
"Hier zeigt sich, dass die von Hermes durchgeführte 'Umweltprüfung' ein Hohn ist", erklärt Heffa Schücking von der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Urgewald. "Hätte man auch nur die offiziellen Fortschrittsberichte der indischen Regierung zur Umsiedlung gelesen, wüsste man, dass im Fall Tehri bisher nur 28% der betroffenen Bevölkerung umgesiedelt bzw. entschädigt wurde. Aber Fakten spielen im gesamten Hermes-Verfahren offenbar keine Rolle", sagt sie.
"Der Bundeskanzler und das Auswärtige Amt müssen nun handeln", fordert Schücking angesichts der aktuellen Lage in Tehri. "Wenn die vielen Ansprachen des Bundeskanzlers zum Thema nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung nicht nur Sonntagsreden sein sollen, müssen deutliche Signale nach Indien gegeben werden, dass Zwangsvertreibungen wie im Fall Tehri, Hermesbürgschaften fuer weitere Dammprojekte ausschliessen", so Schücking.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 28. Nov. 2001 unter:
politikStichworte:
« Grüne wollen keine weiteren Zugeständnisse machen
"Solar - na klar!" als beste Kampagne für Erneuerbare Energien ausgezeichnet »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
- Emanzipation der Frau: Kristina Schröder, Frauenqoute und Gleichberechtigung
- Fitness & Wellness durch Sport im Alter
- Coaching für Führungskräfte: Jürgen Klopp | Motivation und Erfolg
- Erneuerbare Energien als Zünglein in der Wahl
- Bremen: Schüler in die Camps
- Rot-Rot-Grün verhindern Steuerentlastung
