Energie

Weiter Ringen um Kraft-Wärme-Kopplung

Die Reform der Förderung von Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung lässt weiter auf sich warten. Der Bundestag werde in diesem Jahr nicht mehr über einen Gesetzentwurf zur Unterstützung der als umweltschonend geltenden Stromproduktion entscheiden, so eine Sprecherin der Grünen. Damit werde die Regelung nicht wie geplant zum Januar 2002 sondern voraussichtlich erst im März in Kraft treten.

Der Sprecher des Umweltministeriums, Michael Schroeren, betonte, die Bundesregierung wolle das Gesetz so schnell wie möglich auf den Weg bringen. Hustedt zufolge wollen Bundeswirtschaftsminister Werner Müller und Bundesumweltminister Jürgen Trittin mit Gewerkschaften und Industrieverbänden erneut über einen möglichen Kompromiss diskutieren.

Streit bei dem Gesetzentwurf von Müller gibt es vor allem bei der Förderdauer für sanierungsbedürftige Anlagen. Die Pläne von Müller sehen eine Förderung für solche Anlagen bis 2010 vor. Hustedt argumentiert, für Investoren und Banken sei der Zeitraum nicht lang genug, um Anreize für größere Sanierungen zu geben.

Ziel der Bundesregierung ist es, über den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung bis 2010 die bundesweiten Kohlendioxid-Emissionen um 23 Millionen Tonnen zu drosseln. Je Kilowattstunde produziertem KWK-Strom sollen die Betreiber eine Einspeisevergütung von 1,53 Euro-Cent auf den Marktpreis erhalten.

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