Lkw-Maut

VCD begrüßt LKW-Gebühr und fordert spätere Erhöhungen

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt die von Verkehrsminister Kurt Bodewig angekündigte Höhe der Lkw-Maut als ersten Schritt zur Umsetzung einer kilometerbezogenen Straßenbenutzungsabgabe für Lkw. Mit der Lkw-Maut würden nun auch ausländische Lkw an den von ihnen verursachten Kosten beteiligt. Für das deutsche Speditionsgewerbe stelle die Maut eine Verbesserung der Wettbewerbssituation dar. "Der durchschnittliche Satz von 15 Cent pro Kilometer kann jedoch nur der Einstieg in die gerechte Kostenanlastung sein. Mittelfristig muss die Maut auf das Schweizer Niveau von etwa 90 Pfennig je Kilometer ansteigen.“, sagte Thomas Schaller, der VCD-Bundesvorsitzende.

Erst dann sei eine nennenswerte Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene zu erwarten und die Folgekosten für Umwelt- und Gesundheitsbelastungen wären einbezogen, führte Schaller weiter aus. Der Schienengüterverkehr sei bisher wesentlich stärker belastet, da er seine Infrastrukturkosten durch Zahlung von Trassenpreisen selbst trage. Der VCD unterstütze den Schienenverkehr, weil er der umweltfreundlichste Verkehrsträger im Gütertransport sei. Dieser müsse gezielt aus den Einnahmen der Lkw-Maut gefördert werden. Annette Volkens, Verkehrsexpertin des VCD ergänzte: "Außerdem können nur die prognostizierten Steigerungsraten des Güterverkehrs von über 60% bis 2015 umwelt- und sozialverträglich transportiert werden. Gelingt dies nicht, wird die Gesellschaft durch Umwelt- und Gesundheitsschäden erheblich belastet."

Die Bundesregierung solle sich zudem in Brüssel dafür einsetzen, dass die Lkw-Maut nicht nur auf Autobahnen, sondern auf allen Straßen erhoben wird. "Sonst", so der Bundesvorsitzende Thomas Schaller "weichen die Lkws auf Bundesstraßen und Ortsdurchfahrten aus. Das aber kann niemand wollen."

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