Hitzewelle in Italien

Bürokratie verursacht Stromausfälle

Die seit Wochen anhaltende Hitzewelle in Italien hat die Energieproduzenten in eine missliche Lage gebracht: Durch den hohen Verbrauch von über 55.000 Megawatt ist in vielen Orten die Stromversorgung zusammengebrochen. Experten meinen, dass dies nicht der einzige Stromausfall des Sommers bleiben wird, denn die Krise stehe erst am Anfang, berichtet das deutsche Strommagazin. Durch den permanenten Betrieb von Klimaanlagen sei die Kapazität des Stromnetzes weitgehend erschöpft. Experten machen die Bürokratie, die den Ausbau alternativer Energieversorgungen behindert für die Krise verantwortlich.

Experten fürchten, dass in den wärmsten Monaten Juli und August noch weitere Abschaltungen folgen werden. Als Grund werde unter anderem die missglückte Reform des Stromsektors ausgemacht, bei der die Sicherung einer stabilen Versorgung der Bevölkerung missachtet worden sei. Zusätzlich gibt es nach Angaben des Magazins auch noch Lieferprobleme mit dem französischen Zulieferer EdF.

Die Experten sehen die Energiekrise am Appenin als hausgemachtes Problem: einerseits mangele es an Kraftwerken, andererseits bilde die Bürokratie und die Unüberschaubarkeit der Zuständigkeiten extreme Hürden für den Ausbau neuer, alternativer Energiequellen. Auch Investoren scheiterten daran, denn in Italien seien einzelne Regionalbehörden für die Energieversorgung zuständig. Diese nützen die Dächer und Fassaden noch nicht als Photovoltaik-Solarkraftwerke.

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