Tourismus in Brandenburg
Mit Neuem Waldgesetz droht Rückschlag für Fahrradtourismus
"Reiten und Radfahren ist auf den leichten märkischen Sandböden unvereinbar", sagt Benno Koch, ADFC-Landesvorsitzender in Berlin. "Schon wenige Pferdehufe zerstören einen Waldweg für Radfahrer dauerhaft." Das Land Brandenburg hat den Fahrradtourismus seit 1998 verstärkt gefördert. Inzwischen sind insgesamt 2.400 Kilometer - zunehmend gut ausgebaute - touristische Radwege entstanden. Im Vergleich dazu existieren in Brandenburg aber bereits jetzt mehr als 5.000 Kilometer Reitwege. Dabei stehen nur 30.000 Reitpferde den rund 4.000.000 Fahrrädern in der Region Berlin-Brandenburg gegenüber.
"Nach wie vor ist die Mehrzahl der für Radfahrer wichtigen Wege im Land Brandenburg nicht ausgebaut", so Koch. "Selbst auf Radfernwegen sind sandige und zerrittene Schiebestrecken noch zu häufig ein Hauptgrund, auf den Fahrradausflug zu verzichten und sein Geld nicht in den Hotels und Gasthöfen Brandenburgs auszugeben. Der Landtag Brandenburg darf den Konflikt nicht noch verschärfen. Wir appellieren daher an die Abgeordneten, das neue Waldgesetz stoppen!"
Ausgebaute Radfernwege wie der "Radweg Berlin-Kopenhagen" oder der "Spree-Radweg" haben in den vergangenen Jahren im Land Brandenburg zu einer starken Zunahme des Fahrradtourismus geführt. So hat die IHK Potsdam in diesem Jahr Hotel- und Gastronomiebetriebe entlang der Radfernwege befragt. Danach hat der Fahrradtourismus für 70 Prozent der Unternehmen stark an Bedeutung gewonnen. Mehr als 40 Prozent der Unternehmen konnten durch den zunehmenden Fahrradtourismus neue Arbeitskräfte einstellen. Und 90 Prozent der Hotels konnten durch Fahrradtouristen eine Zunahme der Übernachtungszahlen verzeichnen.
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Am 08. Dez. 2003 unter:
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