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In Entwicklungsländern ist Aids-Medikament Viracept nun billiger

HIV

Der Schweizer Pharmakonzern Roche senkt den Preis für das Aids-Medikament Viracept in Entwicklungsländern. In Zukunft werde das Medikament zu Non-Profit-Preisen Regierungen und Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) in Ländern südlich der Sahara und den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt zur Verfügung gestellt, berichtet das Untenehmen. Der Schritt, das Medikament zu Selbstkostenpreisen zu verkaufen, sei nicht auf den Druck von Aids-Interessensgruppen zurückzuführen, heißt es weiter. Vielmehr sei die seit längerem ins Auge gefasste Preisreduktion durch die Lizenz-Partner Pfizer und Japan Tobacco verzögert worden. Japan Tobacco halte bisher die Patentrechte an Viracept.

"Um zu garantieren, dass Viracept nur in den vorgesehenen Ländern zu diesem Preis erhältlich ist und nicht in andere Länder verkauft wird, wird nach Wegen gesucht, die Verpackungen unterschiedlich zu gestalten", sagte ein Unternehmenssprecher.

Ab 1. März werde der Preis für eine Viracept-Monatspackung bei 62 Euro liegen. Die Kosten für eine Jahresversorgung liegen bei 545 Euro. Damit liege der Preis zwar im Vergleich zu anderen Aids-Medikamenten noch immer höher, die Kosten seien aber mit Preisen für andere so genannte Protease-Inhibitoren vergleichbar. Diese haben nach der Einführung Mitte der 90er-Jahre die Behandlung von HIV/Aids wesentlich verbessert und sind heute zentraler Bestandteil in der Dreifach-Therapie. In den vergangenen Jahren ist der Druck auf Aids-Medikamentenhersteller, die Preise zu senken, zunehmend größer geworden. Als Folge reduzierten sich in Afrika die Preise um 85 bis 90 Prozent. Roche wurde allerdings angelastet, nur schleppend zu agieren. Im vergangenen Jahr kritisierte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen das Unternehmen scharf, da einem Aids-Patienten in Kamerun eine Virarecpt-Behandlung jährlich rund 4.000 Euro kostete.

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