Sofortigen Atomausstieg gefordert
Nächster Castor-Transport nach Gorleben Anfang November
"In diesem Jahr hat sich die Polizei besonders bemüht, den Termin geheim zu halten", sagte Rasmus Grobe, Pressesprecher von X-tausendmal quer. Glücklicherweise sei dies aber nicht gelungen. "Wir meinen, die Öffentlichkeit entlang der Strecke hat ein Anrecht darauf zu erfahren, wann dieser gefährliche Transport durch die Ballungsräume der Republik rollt", sagte Grobe. "Wenn staatliche Stellen hier ihrer Verantwortung nicht gerecht werden, müssen wir selbst handeln."
Die Anti-Atom-Gruppen bereiten anlässlich des Transportes diverse Protest- und Widerstands-Aktionen vor. Für den 6. November ist in Dannenberg eine große Demonstration geplant. Am "Tag X" soll es etwa unter dem Motto "X-tausendmal quer" eine große gewaltfreie Sitzblockade auf der Straßen-Strecke von Dannenbergt nach Gorleben geben.
"Ziel unserer Aktionen ist nicht in erster Linie die Behinderung des Transportes", so Grobe, vielmehr wollen man die Öffentlichkeit dafür sensibilisieren, dass aus dem angekündigten Atomausstieg der Bundesregierung bisher nichts geworden sei und der Berg an strahlenden Abfällen täglich weiter wachse. "Weltweit gibt es kein funktionierendes Endlager für hochaktiven Müll, und trotzdem sollen in der Bundesrepublik die Atomkraftwerke noch Jahrzehnte weiterlaufen", sagte Grobe. Die Atommüllmenge würde sich in diesem Zeitraum nach Regierungsangaben noch verdreifachen. "Das ist eine verantwortungslose Politik gegenüber den kommenden Generationen, gegen die wir uns aktiv zur Wehr setzen."
X-tausendmal quer will daran erinnern, dass es in der aktuellen Debatte um die Zukunft der Atomkraft nicht nur um die Alternative zwischen rot-grünem Status quo und schwarz-gelber Renaissance gehe. Grobe: "Angesichts der ungelösten Probleme und weiter bestehender immenser Ge-fahren muss endlich wieder die sofortige Stilllegung der Atomanlagen auf die Tagesordnung."
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Am 14. Okt. 2004 unter:
politikStichworte:
« BUND fordert mehr rot-grünes Umwelt-Engagement bis zu den Wahlen
Artenschutzkonferenz bringt Fortschritte für viele Arten »

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