Protestaktion

Biobauer verhüllt Genmais

Mit einer "Verhütungsaktion" protestierte ein Biobauer am vergangenen Sonntag in der Nähe von Hohenstein am Rande des Naturparkes "Märkische Schweiz" gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Mais. Gemeinsam mit 24 anderen Personen stülpte er Plastiktüten über etwa hundert Maispflanzen. Mit der Aktion wollten die Aktivisten ihr Misstrauen gegenüber einer friedlichen Koexistenz von ökologischer, konventioneller und gentechnisch veränderter Landwirtschaft zum Ausdruck zu bringen.

"Wir wollen keinesfalls, dass sich der Pollen des Genmais auf andere Pflanzen überträgt oder von anderen Organismen, mit negativen Folgen, aufgenommen wird", heißt es in einer Pressemitteilung, die vom Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft in Berlin und Brandenburg verbreitet wurde.

Die Genkritiker legen Wert auf die Feststellung, "dass dies eine rein gewaltlose Aktion war, bei der nichts zu Schaden gekommen ist. Wir wollten auf die Risiken und Nebenwirkungen von MON 810, dem von Piprek ausgebrachten und vom Konzern Monsanto vertriebenen Genmais, aufmerksam machen".

Die Aktion wurde mit einem kleinen Picknick verbunden, was den Teilnehmern einen regen Austausch beim Kaffee ermöglichte. Das Picknick wurde schließlich von der Polizei unterbrochen, die die Aktion beendete.

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