Kinderbetreuungskosten

Steinbrück will angeblich viele Familien höher belasten

Das von der schwarz-roten Bundesregierung geplante Konjunkturpaket geht angeblich nach dem Willen von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück zu Lasten vieler Familien. Das berichtet die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf den Entwurf für das "Gesetz zur steuerlichen Förderung von Wachstum und Beschäftigung". Würde das Gesetz in dieser Form umgesetzt, könnten zwar Geringverdiener künftig die Betreuungskosten von Kindern besser steuerlich geltend machen. Familien mit "mittlerem oder gutem" Einkommen würden jedoch schlechter gestellt.

Konkret sieht der Gesetzentwurf der Zeitung zufolge vor, dass künftig erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten ab dem ersten Euro bis zu einem Betrag von 1000 Euro steuerlich abgesetzt werden können. Gleichzeitig entfalle aber die bisherige Regelung, wonach bei berufstätigen Eltern die Betreuungskosten ab 1548 Euro bis zu einem Betrag von 1500 Euro abgesetzt werden können. Das bedeute für viele Familien, dass sie in Zukunft 500 Euro weniger steuerlich geltend machen könnten als heute.

Nach Informationen der Zeitung ist die Verschlechterung der Grund dafür, dass Familienpolitiker von Union und SPD eine Verschiebung des eigentlich für diesen Mittwoch geplanten Kabinettsbeschlusses über den Gesetzentwurf auf kommende Woche durchgesetzt haben. Bis dahin wollten die Familienpolitiker angeblich dafür sorgen, dass es nicht zu einer Verschlechterung komme.

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