Interne Stellungnahme

340.000 Familien müssen bei Elterngeld angeblich mit Einbußen rechnen

Bis zu 340.000 sozial schwächere Familien sollen einem Zeitungsbericht zufolge zu den Verlierern des Elterngeldes gehören. Weil die Bezugsdauer des geplanten Elterngeldes kürzer sei als die des bisherigen Erziehungsgelds, entfielen für viele Familien Fördermittel für ein Jahr, berichtet die "Financial Times Deutschland". Das Blatt beruft sich dabei auf eine interne Stellungnahme der CDU/CSU zum Referentenentwurf des Elterngeldes. Das Elterngeld bedeute für "185.000 Klein-Einzelverdiener-Haushalte und 155.000 Kleinverdiener-Haushalte", dass sie im zweiten Jahr statt Erziehungsgeld nichts bekämen, heiße es in dem Papier.

Während das Elterngeld nur bis maximal 14 Monate gezahlt wird, können einkommensschwache Familien das bisherige Erziehungsgeld bis zu zwei Jahre beziehen. Einbußen in Höhe von 300 Euro pro Monat für ein Jahr seien für viele "Hartz IV"-Empfänger damit die Folge, schreibt die Zeitung.

Auf das Konzept für das Elterngeld hatten sich die Spitzen der CDU/CSU und der Sozialdemokraten im Koalitionsausschuss verständigt. Bereits Anfang 2007 soll das Elterngeld eingeführt werden.

"Ich halte die Benachteiligung für katastrophal", sagte der SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach der Zeitung. Es werde der Eindruck erweckt, dem Staat seien Kinder aus einkommensstarken Familien wichtiger als aus wirtschaftlich schwachen Schichten. Das Elterngeld führe zudem zu verstärkter Kinderarmut.

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