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Bayern entzieht Fleisch-Unternehmen die Zulassung

"Erhebliche Verstöße"

Im Gammelfleischskandal hat die Regierung von Niederbayern einer Mettener Fleischzentrale die EU-Zulassung als Zerlegebetrieb entzogen. Darüber hinaus sei der Firma auch der Handel auf dem nationalen Markt untersagt worden, sagte ein Behördensprecher am Montag in Landshut. Angesichts der jüngsten Beanstandungen gelte der Geschäftsführer der Fleischzentrale als "unzuverlässig für diesen Betrieb".

Bei Razzien in zwei Kühlhäusern in Niederbayern und der Oberpfalz sowie einem Kühlraum unter der Garage eines Wohnhauses waren Anfang September mehr als 40 Tonnen Fleisch des Unternehmens beschlagnahmt worden. Der Firma werden "erhebliche Verstöße" bei Lagerung, Verarbeitung und Verkauf von Fleisch vorgeworfen. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) stufte etwa ein Drittel der untersuchten Proben als nicht zum Verzehr geeignet ein.

Strafbefehl gegen Unternehmer nach Gammelfleisch-Fund erlassen Knapp zehn Monate nach dem Fund von teilweise verdorbenem Fleisch in einem Betrieb im baden-württembergischen Göppingen ist gegen den Geschäftsführer ein Strafbefehl erlassen worden. Wie die Staatsanwaltschaft Ulm am Montag mitteilte, verhängte das Amtsgericht Göppingen gegen den Unternehmer eine Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung. Ein Zusammenhang mit dem aktuellen Gammelfleischskandal rund um eine Münchner Import- und Exportfirma besteht den Angaben zufolge nicht.

Dem Göppinger Geschäftsmann werden 31 lebensmittelrechtliche Verstöße zur Last gelegt. Den Angaben zufolge waren in seinem Betrieb bei einer Kontrolle Ende November 2005 rund 1100 Kilogramm Fleischprodukte gefunden worden, die wegen abgelaufener Verbrauchsdaten oder verspäteten Einfrierens nicht zum Verzehr geeignet gewesen sein sollen. Vereinzelt soll die Ware bereits ranzig gewesen sein und starken Gefrierbrand aufgewiesen haben.

Bei dem Fleisch handelte es sich vor allem um Geflügel und zu einem kleinen Teil um Reh- und Kaninchenfleisch. Der Betrieb war auf Grund eines anonymen Hinweises durchsucht worden. Im Anschluss wurden mehr als 4000 Kilogramm Fleisch vernichtet. Der Beschuldigte kann gegen den Strafbefehl innerhalb von zwei Wochen Einspruch einlegen. Dann würde es zu einem Prozess vor dem Amtsgericht Göppingen kommen. Verzichtet er auf Rechtsmittel, wird die Bewährungsstrafe rechtskräftig.

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