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Bundesamt für Strahlenschutz fordert Atom-Endlager in Deutschland

Proteste der Bevölkerung befürchtet

Seit Jahrzehnten werden in Deutschland Atomkraftwerke betrieben und hochradioaktiver Atommüll produziert und noch immer wissen weder die Atomwirtschaft noch die Politik, wo der gefährliche Strahlenmüll einmal bleiben soll. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) forderte am 18. April erneut ein atomares Endlager in Deutschland. Den Atommüll an billige Anbieter im Ausland abzugeben "kann und darf nicht die Lösung sein", sagte der Präsident der Behörde, Wolfram König, anlässlich des Aktionstages "Wackersdorf und die Folgen" in München.

Er kritisierte, dass sich die Politik nicht auf ein Standort-Auswahlverfahren einigen könne. "Mit der fatalen Folge, dass wir keinen Fortschritt haben", sagte er. Als Grund nannte er Ängste der Politiker vor Protesten in der Bevölkerung.

"Da wird es Widerstand geben", räumte auch König ein. Mit starker Bürgerbeteiligung und einem transparenten, objektiven Auswahlverfahren für einen Standort ließen sich allerdings Szenen wie im oberpfälzischen Wackersdorf in den 1980er Jahren vermeiden, hofft der Behördenchef.

Mit dem Aktionstag "Wackersdorf und die Folgen" erinnerten die Grünen im Bayerischen Landtag an die Proteste gegen die in den 80er Jahren geplante atomare Wiederaufbereitungsanlage (WAA) in der Oberpfalz. Vor 20 Jahren hätten sich Menschen aus ganz Deutschland und Österreich mit 881.000 Einwendungen gegen das Vorhaben gestellt, sagte die energiepolitische Sprecherin der Fraktion, Ruth Paulig. "Einen solchen Widerstand gab es in der Bayerischen Geschichte überhaupt nicht mehr."

Das Umweltministerium stellte damals nach fünf Wochen die Bearbeitung der Unterlagen ein. Knapp ein Jahr später wurde das Aus für die WAA verkündet.

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