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Mut zum Stromanbieterwechsel!

Umfrage der Verbraucherzentralen zeigt:

Ob und wie oft haben Sie schon Ihren Energievertrag oder -versorger gewechselt? Welche Aspekte sind Ihnen bei einem neuen Vertrag/Anbieter wichtig? Und was hält Sie wohlmöglich vom Wechseln ab? Seit März 2015 konnten Verbraucher bei einer Online-Befragung der Verbraucherzentralen zum Thema Strom- und Gasanbieterwechsel teilnehmen. Der Anlass: Laut Studien sind die meisten Verbraucher mit den Energiepreisen unzufrieden; insbesondere, weil sinkende Energiepreise kaum bei den Kunden ankommen. Trotzdem zeigt das Ergebnis der Online-Befragung der Verbraucherzentralen: Viele Verbraucher haben noch nie gewechselt und ihre Energie stattdessen vom örtlichen Grundversorger erhalten. Das ist in der Regel am teuersten. Durch einen Wechsel lässt sich hier viel Geld sparen, ohne dass Qualität oder Leistung leiden, weiß Janine Hartmann, Juristin bei der Verbraucherzentrale Sachsen.

Umfrage der Verbraucherzentralen zeigt: Trotz Unzufriedenheit mit Energiepreisen scheuen viele den Anbieterwechsel

Fast 50 Prozent der insgesamt über 1300 Befragten gaben an, noch nie gewechselt zu haben, weil sie Sorge haben, dass der Anbieterwechsel nicht reibungslos funktioniert und Versorgungslücken entstehen könnten oder kein Interesse am Wechsel besteht bzw. das Prozedere unklar ist. Selbst wenn es beim Wechsel zu Problemen oder Verzögerungen kommt, steht man nie ohne Strom oder Gas da. Die Versorgung ist immer durch den Grundversorger sichergestellt, beruhigt Hartmann.

Verbraucher, die bereits Tarif oder Anbieter gewechselt haben, gaben vor allem Preiserhöhungen des bisherigen Versorgers, Geld sparen zu wollen und Unzufriedenheit mit dem bisherigen Energielieferanten als Beweggründe an. Besonders wichtig für Verbraucher bei einem Wechsel ist, dass der Anbieter keine Vorkasse verlangt, eine Preisgarantie besteht und ein guter Kundenservice bzw. Erreichbarkeit des Versorgers gewährleistet ist. Die Untersuchung zeigt zudem, dass mit steigenden Energiepreisen auch das Interesse der Kunden an einem Wechsel steigt.

Die Wechselbereitschaft der Verbraucher beeinflusst maßgeblich auch die Preisgestaltung der Unternehmen. Je mehr Verbraucher wechseln, desto gerechter dürften die Preise werden, vermutet Hartmann. Ein Wechsel kann z. B. über Vergleichsportale im Internet schnell und einfach durchgeführt werden. Jedoch sollte man sich dafür genügend Zeit nehmen und die Tarife und Vertragsbedingungen genau prüfen. Um Preise wirklich miteinander vergleichen zu können, sollte man auch Bonuszahlungen zunächst nicht berücksichtigen und ggf. aus der Voreinstellung des Vergleichsportals entfernen. Und wenn man bei seinem örtlichen Anbieter bleiben möchte, kann man auch sparen, indem man einen Sondervertrag mit einem preiswerteren Tarif als den der Grundversorgung wählt, erklärt Hartmann.

Die Ergebnisse der Umfrage werden die Verbraucherzentralen nun nutzen, um die gebotenen Handlungsspielräume für Politik und Gesetzgebung aufzuzeigen und auch die eigene Arbeit danach auszurichten.

Verbraucher, die Probleme mit Ihrem Versorger und/oder dem Wechsel haben, finden Informationen und Hilfestellungen unter www.verbrauchrezentrale-sachsen.de oder direkt bei den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen.

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