aluminium
Aluminium, Kupfer, Zink und Koks
BDI macht Rohstoffsicherung zu einem Arbeitsschwerpunkt
Die Sicherung von Rohstoffen erwächst zu einer Schwerpunktaufgabe im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). In dem Industrieverband hat sich am 11. Juli ein Ausschuss "Rohstoffpolitik" konstituiert. Er soll die Arbeit der BDI-Präsidialgruppe "Internationale Rohstofffragen" fortführen, die das Thema Versorgungssicherheit mit industrierelevanten Rohstoffen vor zwei Jahren aufgegriffen hatte. Zum Vorsitzenden des Ausschusses wurde Ulrich Grillo gewählt, der zuletzt auch die BDI-Präsidialgruppe leitete. Grillo ist Vorstandsvorsitzender der Grillo-Werke AG, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Metalle e.V. (WVM) und Mitglied des BDI-Präsidiums.
Wirtschaftsforscher
Deutsche Industrie soll sich eigene Rohstoffquellen im Ausland erschließen
Nach Auffassung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) soll sich die deutsche Industrie "mit staatlicher Unterstützung" eigene Rohstoffquellen im Ausland erschließen. Der Aufschwung der Weltwirtschaft und die boomende chinesische Wirtschaft führten zu Versorgungsengpässen auf den Welt-Metallmärkten und zu extremen Preissteigerungen. Die Industrie sollte sich daher stärker im ausländischen Bergbau "engagieren, um künftig eine gesicherte Versorgung zu gewährleisten".
Ermordete Journalistin
Siemens-Chef Kleinfeld spricht mit Putin - Bayerns Grüne nicht
Russlands Präsident Wladimir Putin traf sich am Mittwoch bei seinem Besuch in München mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) sowie mit Spitzenvertretern der Wirtschaft wie Audi-Vorstandschef Martin Winterkorn und Siemens-Chef Klaus Kleinfeld. An dem Gespräch nahmen auch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) und sein russischer Amtskollege German Gref teil. Der Besuch Putins wird überschattet von dem Mord an der regierungskritischen Journalistin Anna Politkowskaja. Die Spitze der bayerischen Grünen-Fraktion hatte daher ihre Teilnahme am Staatsempfang für Putin abgesagt. Stattdessen nahmen die Fraktionsvorsitzenden Margarete Bause und Sepp Dürr "aus Protest gegen die besorgniserregende Situation der Menschenrechte in Russland" an einer Mahnwache für die ermordete Journalistin teil.
"Schon nach kurzer Zeit ausgetauscht"
Entsorgung von kurzlebigen Elektrogeräten soll bald gebührenfrei sein
Nach Angaben des Bundesumweltministeriums können Verbraucherinnen und Verbraucher Altgeräte bald kostenlos bei kommunalen Sammelstellen abgeben. Das neue Elektrogerätegesetz, mit dem Richtlinien der Europäischen Union umgesetzt würden, trete am 24. März in Kraft. Das Gesetz verpflichtet nach Darstellung des Ministeriums die Hersteller, die Geräte zurückzunehmen und sicher und umweltgerecht zu entsorgen. Weil die Hersteller die umweltgerechte Entsorgung der nur noch kurzlebigen Elektrogeräte übernähmen, würden die Kommunen organisatorisch und finanziell entlastet.
Druck-Chemikalien im Saft
Verbraucherzentrale empfiehlt Verzicht auf Getränkekartons
Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt, vorerst auf Getränke aus Kartonverpackungen zu verzichten. In Obst- und Gemüsesäften in Kartonverpackungen waren teilweise erhebliche Konzentrationen der Chemikalie Isopropylthioxanthon (ITX) gefunden worden. Wegen ungeklärter gesundheitlicher Risiken raten die Verbraucherschützer, vorerst nur noch Getränke in anderen Verpackungen zu kaufen. An Kartonfabrikanten, Getränkeabfüller und Handel richtete die Verbraucherzentrale die Forderung, unverzüglich für ein ITX-freies Getränkesortiment zu sorgen.
NASA-Marsmisssion
"Spürnase" des Max-Planck-Instituts liefert Röntgenspektren vom Marsboden
Der NASA-Rover "Spirit" hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag zum ersten Mal seine "Spürnase in den Marssand gesteckt". Die zur Erde gesendeten Röntgenspektren sind von sensationeller Qualität und nur vergleichbar mit Spektren dieser Art, wie sie auf der Erde mit den besten Laborinstrumenten gewonnen werden. Bei dem Alpha-Röntgen-Spektrometer (APXS) handelt es sich um die nächste Generation des schon bei der NASA-Pathfinder-Mission im Jahre 1997 verwendeten Gerätes, das in der Abteilung Kosmochemie des Max-Planck-Institutes für Chemie, Mainz, entwickelt und gebaut wurde.
Mülltransporte
Abfallimporte stiegen in Deutschland innerhalb eines Jahres um die Hälfte
Im Jahr 2002 ist die Menge der importierten genehmigungspflichtigen Abfälle erneut stark angestiegen. Sie betrug 3,9 Millionen Tonnen (Mio. t). Im Vorjahr waren es noch 2,65 Mio. t. Damit hat sich die Prognose des Umweltbundesamtes (UBA) bestätigt: Die Fachleute des UBA sagten bereits zu Jahresbeginn diese Entwicklung voraus. Der größte Teil der Importe ging nach Nordrhein-Westfalen. In den süddeutschen Ländern überwiegt weiterhin der Export.
Ozon und Hitze
Waldschäden nehmen zu
Der deutsche Wald steht unter Stress. "Luftschadstoffe wie Stickoxide und Ozon auf der einen Seite und Trockenheit und Hitze auf der anderen setzen unseren Wäldern erheblich zu", sagte DNR-Präsident Hubert Weinzierl. Kurz vor der offiziellen Vorstellung der Waldschadensstatistik durch die Bundesregierung legte der Deutsche Naturschutzring (DNR) die Daten für das Jahr 2003 vor. Demnach geht der Anteil gesunder Wälder von 39 Prozent im vergangenen Jahr auf jetzt 35 Prozent deutlich zurück. Die Flächen mit deutlichen Schäden nehmen von 19 Prozent im Jahre 2002 auf 21 Prozent zu.
Mit Finanzierung deutscher Banken
Umweltschützer fürchten Artensterben für Getränkedosen
Ein gigantischer Staudamm soll 3.000 Quadratkilometer unersetzlicher Naturlandschaften in Island zerstören, um Strom für eine Aluminiumfabrik zu liefern. Die Deutsche Bank, die Deutsche Postbank und zwei staatliche deutsche Landesbanken ermöglichen das Bauvorhaben durch Millionenkredite. Das berichtet die Umweltorganisation Urgewald. Das geplante Wasserkraftwerk Karahnjukar solle zwei Flüsse im unberührten Hochland Islands umleiten und stauen. Aus neun Dämmen, drei Stauseen sowie mehreren Kanälen und Tunneln solle der Bau bestehen. Karahnjukar bedrohe den Lebensraum von Rentieren, Seehunden, Kurzschnabelgänsen und Lachsen im zweitgrößten Wildnisgebiet Europas, so die Umweltschützer. Der Staudamm werde 1,1 Milliarden Dollar kosten und Strom für ein Aluminumschmelzwerk erzeugen. Zahlreiche Umweltorganisationen kritisierten die Finanzierung als "absolut unverantwortlich".
Duales System
Verpackungsrecycling spart Energie und schont das Klima
Rund 9,6 Kilowattstunden Strom verbraucht ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt jeden Tag für den Betrieb von Waschmaschine, Kühlschrank, Fernseher und Co. Dieser Bedarf entspricht etwa der Energiemenge, die durch das Recycling von drei Gelben Säcken voll gebrauchter Verpackungen mit dem Grünen Punkt eingespart wird. Um den Umweltnutzen des Verpackungsrecyclings vollständig transparent zu machen, hat das Duale System in diesem Jahr erstmals eine ökologische Analyse des Recyclings sämtlicher Verpackungsmaterialien erstellt, die die Einsparung an Primärenergie und klimarelevanten Treibhausgasen aufzeigt. So wird der ökologische Beitrag deutlich, den das richtige Trennen von Verpackungen erbringt.
Verpackung ist noch Müll
Forschungserfolg auf dem Weg zum "grünen" Kunststoff
Biologisch abbaubares und somit "grünes" Plastik für Verpackungen und biomedizinische Geräte gilt als lang ersehntes Ziel der Forschung. Wissenschaftler der Cornell University in Ithaca/New York seien diesem Ziel einen Schritt näher gekommen, berichtet die Universität. Sie hätten einen äußerst effizienten Syntheseweg für den biologisch abbaubaren Kunststoff Polyhydroxybutyrat (PHB) entdeckt. Derzeit wird der Kunststoff mit Hilfe eines kosten- und Energie-intensiven biologischen Verfahren produziert, der unter anderm die Fermentation von Zucker beinhaltet. Der neue chemische Prozess sei „eine konkurrenzfähige Strategie, obwohl sie noch nicht perfekt ist", erklärt der Chemiker Geoffrey Coates.
Waldschadensbericht
Zustand der Wälder bleibt besorgniserregend
Der Deutsche Naturschutzring (DNR) und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) weisen mit der Vorstellung der bundesweiten Waldschadenserhebung auf die akute Gefährdung des Öko-Systems Wald hin. "Die Bekämpfung der Waldschäden und die Abwehr der Klimakatastrophe müssen Hand in Hand gegen", verlangte DNR-Präsident Hubert Weinzierl. "Es ist bedauerlich, dass die Bundesregierung klammheimlich ihr bisheriges Ziel aufgegeben hat, die CO2-Emissionen bis 2005 um 25 Prozent zu verringern und nur noch eine 21 Prozent-Reduzierung anstrebt".
Industrielle Lebensmittel können krank machen
"stern": Zusatzstoffe in Lebensmitteln haben für Kinder dramatische Folgen
Die Belastung von Kindern durch chemische Nahrungszusätze nimmt in alarmierendem Ausmaß zu. Grund ist der steigende Verzehr industrieller Nahrungsmittel. Die Folgen reichen von Zahnschäden und Übergewicht bis zu Knochenschwund und Darmschäden. Das berichtet das Hamburger Magazin stern in ihrer neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Der stern bezieht sich auf einen Bericht der EU-Kommission, der erstmals auch das Ausmaß der Gefährdung von Kindern durch chemische Zusätze untersucht und auf Zahlen beruht, die in verschiedenen westeuropäischen Ländern erhoben wurden.
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