Greenpeace Energy weiht 100-Kilowatt Solarstromanlage ein

Solarenergie

Am Montag wurde das erste eigene Kraftwerk der Greenpeace energy - Kunden eingeweiht. Die 100-Kilowatt Photovoltaik-Anlage steht auf dem Dach eines ehemaligen Hangars im Solpark in Schwäbisch-Hall. Die bundesweit tätige Einkaufsgenossenschaft für Ökostrom garantiert ihren Kunden den Bau sauberer Kraftwerke. Das Solarkraftwerk ist der Start des versprochenen und umfangreichen Neubauprogramms für Greenpeace energy.

"Diese Anlage ist der Auftakt für ein größeres Investitionsvolumen im Bereich der erneuerbaren Energien aus Sonne, Biomasse, Wind und Wasser," sagt Heinz Laing, Vorstand von Greenpeace energy, im Grußwort. Die neuen Anlagen werden wegen der hohen Nachfrage der Kunden nach sauberem Strom gebaut. Die vielen Genossenschaftsmitglieder sichern die Projekte finanziell ab. Die Investitionssumme für die Anlage beträgt gut eine Million DM. Die Einweihung erfolgte im Beisein des Schwäbisch Haller Baubürgermeisters Stadel und des Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Hall und Kooperationspartner von Greenpeace energy, van Bergen.

"Wir sind überzeugt, dass die Zukunft des Ökostrommarktes in der Eigenerzeugung und Vermarktung sauberer Energie liegt. Insbesondere die Organisationsform als Genossenschaft ermöglicht den Kunden eine Beteiligung und den Bezug von Strom aus einer Hand," so Laing. Diese unabhängigen Versorgungsstrukturen ermöglichen eine Gegenmacht und Wahlmöglichkeit der Verbraucher zu den etablierten Atom- und Kohlestromanbietern.

Die Einkaufs- und Produktionsgenossenschaft Greenpeace energy ist seit über einem Jahr am Markt. Die gelieferte Energie ist klimafreundlich und ohne Atomstrom. Im letzten Jahr versorgte Greenpeace energy seine Kunden mit Strom, der zu ca. 80 Prozent aus erneuerbarer Energie und zu ca. 20 Prozent aus gasbefeuerten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen stammte. Greenpeace energy hat bundesweit fast 12.000 Kunden und die Genossenschaft ca. 7.500 Mitglieder.

Klimakonferenz Bonn

In drei Wochen beginnt die internationale Klimakonferenz in Bonn. Sie ist die letzte Chance den Klimavertrag von Kioto zu retten und endlich die klimaschädigenden Emissionen global zu senken. Der BUND und Friends of the Earth International bauen ein Rettungsboot für das Klima. Das Boot wird aus Holzplanken gezimmert, auf denen Interessierte - gemeinsam mit Tausenden Menschen aus aller Welt - ihre Forderungen an die Politiker kundtun können. Dazu ruft der BUND auf: Helft mit bei der größten und aufregendsten Umweltaktion in diesem Jahr! Unterkunft und Fete stellen der BUND und seine Partner.

Am 27. Jun. 2001 unter: umwelt

Zu Gast bei Greenpeace energy

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller (SPD) war am vergangenen Freitag zu Gast bei "Greenpeace energy", dem Ökostromanbieter der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Müller vertrat dort die Auffassung, dass die Stromversorgung auf Basis von Braun- und Steinkohle "im Übergang eine wichtige Säule in der Stromerzeugung bleiben" werde. Die erneuerbaren Energien als weitgehend heimische Energieträger trügen "in steigendem Umfang" zur Versorgung bei. Müller sprach von einem möglichen Anteil in der Größenordnung von 20 bis 25 Prozent bis 2020.

Zur Langfriststrategie sagte Müller: "Wir streben eine kohlenstoffarme Energieversorgung an. Nur so können wir letztendlich die Schöpfung bewahren. Es geht um eine Strategie des Vermeidens." Im Zentrum stünde "die Effizienzrevolution".

"Wie hoch der fossile Anteil einschließlich Erdgas im Strommix künftig sein wird, hängt also vor allem davon ab, wie weit wir Effizienzsteigerung und Energieeinsparung voranbringen", so Müller. Auch "beim Heizen von Gebäuden und im Verkehr" bestünden "große Einsparpotenziale", sagte der Staatssekretär. Sie auszuschöpfen schone den Geldbeutel und die knappen Ressourcen. Zugleich werde dem globalen Klimawandel begegnet und die Versorgung mit Energieträgern sicherer. "Darum wollen wir die Energieproduktivität bis 2020 gegenüber 1990 verdoppeln. Das ist überaus anspruchsvoll", so Müller.

Am 23. Okt. 2006 unter: politik

Erneuerbare Energien

Der durchschnittliche Preis für eine Kilowattstunde Strom aus Windkraft wird kontinuierlich sinken - wenn die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schafft. Zu diesem Ergebnis kommt die Zukunfts-Studie "Windstärke 12", die Greenpeace und die Europäische Windenergie-Vereinigung (EWEA) heute auf der Fachmesse "WindEnergy 2004" in Hamburg vorstellen. Sie prognostiziert der Branche für die nächsten zehn Jahre ein jährliches Wachstum von 25 Prozent. Dabei entstehen weltweit über zwei Millionen neue Arbeitsplätze. Damit dieses "Windwirtschaftswunder" eintritt, fordern Greenpeace und die EWEA, die Benachteiligung der Windkraft gegenüber herkömmlichen Kraftwerken zu beseitigen.

"Hindernisse für die Windkraft sind vor allem ein erschwerter Netzzugang und bürokratische Hürden", sagt Corin Millais, Geschäftsführer der EWEA. "Wenn diese Hindernisse beseitigt werden, kann die Windindustrie bis zum Jahr 2020 ihren Umsatz verzehnfachen, von jetzt acht auf 80 Milliarden Euro." "Klotzen statt Kleckern", fordert der Greenpeace-Energieexperte Sven Teske. In Deutschland könnten man mit Anlagen auf See den Anteil der Windenergie verdreifachen, von fünf auf 15 Prozent. Diese Chance dürfte man nicht vertun.

"Windstärke 12" zeichnet die weltweite Entwicklung der Windkraft unter optimalen Bedingungen bis 2020 auf. Der Anteil an der Stromversorgung wird demnach auf zwölf Prozent steigen. Weil mehr produziert wird, sinkt der "Gestehungspreis", also der Preis für die reine Produktion des Stroms: an den günstigsten Standorten von heute 3,79 auf 2,45 Euro-Cent pro Kilowattstunde. Wegen wachsender Turbinengrössen werden weniger Anlagen erforderlich sein. Insgesamt werden rund elf Milliarden Tonnen Kohlendioxid eingespart, weil Windkraftanlagen klimaschädliche Kohle- und Ölkraftwerke ersetzen.

Die Studie geht davon aus, dass die OECD-Staaten führend beim Neubau von Windrädern sein werden, insbesonders die USA (176 Milliarden Euro Investitionen) und Europa (131 Milliarden). Aber auch China wird mit 105 Milliarden einen bedeutenden Beitrag leisten.

Als wichtige politische Voraussetzung für diesen Boom nennt die Studie unter anderem ein Gesetz, das die Einspeisung und Vergütung von sauberem Strom regelt, wie etwa das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) in Deutschland. Auch Dänemark, Spanien und Frankreich haben mit entsprechenden Gesetzen gute Erfahrungen gemacht. Die Subventionierung von Atom- und Kohlekraftwerken muss beendet werden, weil sie den Wettbewerb verzerrt. Zudem sollten Regierungen Ziele festlegen, wie hoch der Anteil sauberer Energie in Zukunft sein soll.

Internationale Ziele diskutieren Vertreter aus über 80 Staaten in drei Wochen in Bonn auf der Konferenz "Renewables 2004". Hier ist besonders die EU gefordert, mit gutem Beispiel voran zu gehen und sich ein gesetzlich verbindliches Ziel zu setzen: mindestens 20 Prozent Erneuerbare Energien bis 2020. Die Industrieländer müssen ein Programm verabschieden, um die Entwicklungsländer beim Aufbau einer sauberen Energiewirtschaft zu unterstützen.

Am 11. Mai. 2004 unter: arbeit

Kosten für Erneuerbare Energien können sinken

Die Bundesregierung kann die Kosten für Erneuerbare Energien deutlich reduzieren, statt sie ansteigen zu lassen. Dies ist das Ergebnis einer Studie des „Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft“ (FÖS) im Auftrag von Greenpeace. Dafür muss die Bundesregierung die Industrieförderung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) begrenzen, sowie Strom aus regenerativen Energien von der Energiesteuer befreien. Laut Studie könnte die von jedem Haushalt zu zahlende Vergütung für Erneuerbare Energien (EEG-Umlage) im Jahr 2012 von 3,59 Cent pro Kilowattstunde auf 2,2 Cent sinken. Im nächsten Jahr würde sie unter dem Wert von 2012 liegen, statt laut Experten auf über 5 Cent anzusteigen. „Die Umlage droht zu steigen, weil die Politik Ausnahmen für die Industrie zur Regel gemacht hat – nicht weil mehr Wind- und Sonnenenergie dazu kommt. Denn die wird immer billiger“, sagt Andree Böhling, Greenpeace-Energieexperte.

Greenpeace-Konzept: Regierung kann Erneuerbare-Energien-Umlage auf zwei Cent senken, ohne Ausbau der regenerativen Energien zu drosseln

Fairer Beitrag der Industrie an den Kosten der Energiewende

Aufgrund der Ausnahmeregelung beteiligt sich die Industrie derzeit nur zu 0,3 Prozent an den Kosten der Förderung für Erneuerbare Energien. Gleichzeitig hat sie einen Anteil von 18 Prozent am Stromverbrauch. Greenpeace schlägt daher vor, diese Industrieförderung zu begrenzen: Nur noch energieintensive, im internationalen Wettbewerb stehende Unternehmen sollen von der EEG-Umlage befreit werden. Zudem profitieren die Unternehmen momentan von um 20 Prozent gesunkenen Börsenstrompreisen – dank der Zunahme von Wind- und Sonnenstrom. Nach dem Greenpeace-Konzept sollen sie in Höhe der Kosteneinsparungen an der EEG-Umlage beteiligt werden. Die Reform der Industriebegünstigungen würde die EEG-Umlage in diesem Jahr um insgesamt 0,8 Cent pro Kilowattstunde reduzieren.

Greenpeace schlägt zudem vor, die Besteuerung von Energieträgern je nach Umweltfolgekosten zu differenzieren. Energieträger wie Kohle- und Atomkraft mit hohen Folgekosten für die Gesellschaft werden danach höher besteuert. Die Erneuerbaren Energien mit keinen bis geringen Folgekosten wären von der Energiesteuer befreit. Mit dieser Regelung könnte die EEG-Umlage in diesem Jahr um weitere 0,6 Cent pro Kilowattstunde auf insgesamt 2,2 Cent gesenkt werden.

Die Studie des FÖS macht deutlich, dass die Höhe der EEG-Umlage kein geeigneter Indikator für die realen Kosten der Erneuerbaren Energien ist. So steigen die „reinen“ Förderkosten für den Ausbau von Wind und Sonne im Jahr 2013 laut Berechnungen des Bundesverbands der Erneuerbaren Energien (BEE) um lediglich 0,2 Cent/kWh. Daher kritisiert Greenpeace die Forderung der Bundesregierung nach der Abschaffung des EEG. „Nicht das Erneuerbare-Energien-Gesetz trägt Schuld an der steigenden EEG-Umlage, sondern Bundesumweltminister Altmaier (CDU), der sich von der Industrie und ihrem oberstem Lobbyisten, Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), über den Tisch ziehen lässt“, sagt Andree Böhling.

Am 10. Okt. 2012 unter: umwelt

Atomkraft

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Montag bei einer Protestaktion die Stilllegung des baden-württembergischen Kernkraftwerks Philippsburg gefordert. Nach Angaben von Greenpeace wurde am Morgen für zwei Stunden ein Großbild-Dia an einen der der beiden Kühltürme des Atomkraftwerks projiziert. Darauf sprachen sich die Umweltschützer in großen Leuchtbuchstaben für einen Entzug der Betriebsgenehmigung aus. Die Aktion verlief den Angaben zufolge ohne Zwischenfälle.

Die Protestaktion war nach Greenpeace-Angaben Auftakt einer bundesweiten Tour. Ziel sei es, an Atomanlagen auf "das katastrophale Sicherheitsmanagement vieler Atomkraftwerksbetreiber" hinzuweisen. Die Betreiber des Atomkraftwerks Philippsburg, die Energie Baden-Württemberg AG, steht wegen einer Panne im Notkühlsystem seit Wochen in der Kritik. Block 2 der Anlage ist seit 8. Oktober vorübergehend außer Betrieb.

Am 22. Okt. 2001 unter: politik

Greenpeace protestiert gegen Atomtransport

Gegen den anstehenden Transport von deutschem Atommüll nach Frankreich und Grossbritannien haben Greenpeaceaktivisten am Mittwoch vor dem Atomkraftwerk Krümmel mit einer Grossbildprojektion protestiert. Mit einem Hochleistungsprojektor projizierten die Umweltschützern einen Slogan auf die Fassade des Atomkraftwerkes. Für den grössten jemals in Deutschland durchgeführten Atommülltransport rollen Castor-Behaelter aus den Atomkraftwerken Unterweser und Stade, Neckarwestheim, Krümmel, AKW-Brunsbüttel, Brokdorf und Grafenrheinfeld Richtung Frankreich. Ihre Ziele sind die Wiederaufarbeitungsanlagen im französchen La Hague und Sellafield in Grossbritannien.

Bis zum Jahre 2005 sollen nach Plänen der rot-grünen Bundesregierung und der Energieunternehmen noch rund 400 Castorbehaelter mit radioaktiven Brennelementen nach Frankreich und Grossbritannien transportiert werden. Greenpeace-Energieexperte Sven Teske warf Bundesumweltminister Jürgen Trittin bezüglich der Transporte verantwortungsloses Handeln vor. Nach Ansicht von Greenpeace verstoße der Entsorgungsweg der Wiederaufarbeitung gegen das im Atomgesetz festgeschriebene Gebot der "schadlosen Verwertung". Die teure Wiederaufarbeitung vergrössere lediglich die Menge des strahlenden Abfalls.

Am 09. Okt. 2002 unter: artenschutz

Solarstrom

In weniger als 20 Jahren könnten rund eine Milliarde Menschen ihren Strombedarf aus Solaranlagen decken. Bis zum Jahr 2020 könnte sich die jährliche Solaranlagenproduktion weltweit von derzeit 270 Megawatt (MW) um das zweihundertfache auf 54.000 MW erhöhen, wodurch rund 2,3 Millionen Arbeitsplätze in der Solarbranche entstünden. Zu diesem Ergebnis kommt die Marktuntersuchung "Solar Generation", die Greenpeace gemeinsam mit der Europäischen Photovoltaik Vereinigung (EPIA) erstellt hat. Wie die Umweltorganisation und der in Europa einflussreichste Verband der Solarindustrie heute bei der Veröffentlichung in Berlin erklärten, ist mit der vorliegenden Untersuchung ein wichtiger Schritt für den weltweiten Ausbau der Solarenergie getan.

"Die Solarindustrie hat sich ihre Zielmarke gesetzt und will loslegen", erklärt Sven Teske, Energieexperte bei Greenpeace. "Jetzt muss die Politik den Startschuss geben. In ganz Europa gibt es viele Unternehmer, die in die Solarwirtschaft investieren werden, sobald Regierungen langfristige, finanzielle Beteiligungen verbindlich zusichern." Greenpeace fordert ein Europa weites Energieeinspeisegesetz (EEG), wie es seit 2000 in Deutschland in Kraft ist, sowie ein Exportprogramm für Photovoltaik-Anlagen. Entgegen den bisherigen Planungen der Bundesregierung muss das EEG in Deutschland über das Jahr 2003 hinaus bestehen bleiben.

Die EPIA repräsentiert 54 der führenden europäischen Hersteller von Solaranlagen. "Die vorliegende Untersuchung spielt eine wichtige Rolle für die Entscheidung, neue Solarfabriken zu bauen, um Photovoltaik-Anlagen günstiger herstellen zu können", sagt Dr. Murray Cameron, Geschäftsführer von EPIA. "In den vergangenen Monaten hat die Solarindustrie mit großen Investitionen in neue Solarfabriken gezeigt, dass sie entschlossen ist, das Potenzial der Photovoltaik voll auszubauen. Wir brauchen ein klares Signal von den europäischen Regierungen, dass Sonnenenergie in Zukunft weiterhin gefördert wird. Die zeitliche und mengenmäßige Begrenzung der derzeitigen Förderprogramme verhindert langfristige Investitionen in die Schaffung neuer Solarfabriken."

Allein in Deutschland könnte der Solarstrom-Anteil bis 2020 von derzeit 0,0016 auf 3 Prozent anwachsen. Dann würden insgesamt 15 000 MW Leistung aus der direkten Nutzung der Sonnenenergie gewonnen werden können. 140 000 sichere Arbeitsplätze könnten so entstehen. Im Jahr 2000 betrug der Photovoltaik-Umsatz weltweit rund eine Milliarde Dollar. Bis 2020 würde sich dies auf über 60 Milliarden Dollar steigern. In einem Ausblick auf das Jahr 2040 prognostiziert die Untersuchung einen weltweiten Solarstrom-Anteil von 26 Prozent.

Am 17. Okt. 2001 unter: energie

Greenpeace fordert

Anlässlich des Besuchs des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao in Berlin protestieren heute 40 Greenpeace - Aktivisten gegen den Export von Atomtechnik und für den Ausbau von Erneuerbaren Energien. Die Umweltschützer bauen dafür vor dem Wirtschaftsministerium einen 20 Meter langen Originalflügel eines Windrades auf. Greenpeace fordert den Bundeskanzler auf, sich nach dem geplatzten Geschäft mit der Hanauer Plutoniumfabrik nun dafür einzusetzen, dass Deutschland Hochtechnologie für Erneuerbare Energien nach China exportiert.

"Deutschland hat erstklassiges Know-how für Erneuerbare Energien - und China hat erstklassige geographische Voraussetzungen", sagt Greenpeace-Energieexpertin Susanne Ochse. Darübersolle Kanzler Schröder mit dem chinesischen Ministerpräsidenten sprechen, anstatt China beim Ausbau der Atomenergie zu unterstützen. Bislang gewinnt China seinen Strom hauptsächlich aus Kohle, der Einstieg in andere Energieformen steht noch am Anfang.

Dabei seien beispielsweise die Innere Mongolei und die Pazifikküste ideale Standorte fürWindkraftanlagen. Nach einer gemeinsamen Studie der Europäischen Windenergie Vereinigung (EWEA) und Greenpeace könnte China bis zum Jahre 2020 rund 80.000 Windkraftanlagen installieren - das entspraeche der Stromerzeugung von rund 50 chinesischen Atomkraftwerken.

Im Dezember 2003 war bekannt geworden, dass China die alte Siemens-Atomfabrik Hanau kaufen will. In Deutschland hatte dies umgehend einen breiten Protest ausgeloest. Daraufhin hatte China in der vergangenen Woche überraschend signalisiert, kein Interesse mehr an dem Geschäft zu haben.

Am 04. Mai. 2004 unter: arbeit

Stromkennzeichnung jetzt

Anlässlich der EU-Energieministerkonferenz demonstriert Greenpeace heute in Luxembourg für eine gesetzlich vorgeschriebene Stromkennzeichnung. 18 Aktivisten bauen vor Ort ein rund 3,5 Meter hohes Fragezeichen auf und fordern von den 15 anwesenden EU-Ministern, eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht einzuführen. Auf mehreren Transparenten steht in verschiedenen EU-Sprachen: "Mein Strom: dreckig oder sauber? 377 Millionen Europäer haben ein Recht auf Information!". Die Minister diskutieren auf ihrem Treffen die Details einer neuen europäischen Richtlinie für die Öffnung des Strommarktes. Im derzeit gültigen Entwurf des EU-Parlaments wird eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht in standardisierter Form gefordert.

"Es wäre ein Skandal, wenn den Menschen in Europa auf ihrer Stromrechnung das Recht auf Information vorenthalten werden sollte", erklärt Greenpeace Energieexperte Sven Teske. "Jeder Verbraucher muss von seinem Energieversorger klare Angaben darüber bekommen, welche Art von Strom eingekauft wird."

Im Internet hat Greenpeace heute einen Vorschlag veröffentlicht, wie künftig die Erzeugungsart des Stromes, die damit verbundenen Umweltauswirkungen (Kohlendioxidemission, Atommüllproduktion) sowie das Herkunftsland auf jeder Stromrechnung übersichtlich grafisch dargestellt werden kann. Neben den Angaben zur Herkunft des Stromes und den damit verbundenen Umweltauswirkungen, sieht der Entwurf auch eine klare Angabe zum Strompreis vor. Der Gesamtstrompreis soll demnach inklusive aller Gebühren und Abgaben vergleichbar und klar angegeben werden. Darüber hinaus wird der Stromverbrauch des jeweiligen Kunden mit einem stromsparenden Haushalt gleichen Typs verglichen, so dass der Kunde damit auf einen Blick sehen kann, ob es für ihn Möglichkeiten zum Einsparen gibt.

Am 07. Jun. 2002 unter: politik