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China-Medizin gefährdet Arten

"Keine bedrohten Tiere auf Rezept!"

Aufklärung als Artenschutzmaßnahme – Darauf setzt Pro Wildlife in einer aktuellen Zusammenarbeit mit der Internationalen Gesellschaft für Chinesische Medizin. Millionen Wildtiere werden jedes Jahr allein in China zu Pulvern, Salben und Tinkturen für die sog. "Traditionelle Chinesische Medizin" (TCM) verarbeitet - Tendenz steigend. Auch in Deutschland lassen sich immer mehr Menschen mit TCM-Produkten behandeln. "Die meisten Patienten wissen dabei nicht, dass in den Arzneien, v.a. bei Importen von Fertigprodukten, bedrohte Wildtiere enthalten sein können", betont Pro Wildlife-Expertin Dr. Sandra Altherr. "Die Aufklärung von Patienten und Ärzten ist deshalb eine essentielle Ergänzung zu gesetzlichen Artenschutzmaßnahmen."

Die Münchner Artenschutzorganisation kämpft gegen die Plünderung von Wildtierbeständen für asiatische Apotheken. So wurden auf Initiative von Pro Wildlife bereits neun hochbedrohte Schildkröten weltweit unter Schutz gestellt."Internationale Gesetze sind ein wichtiger Schritt, um diese Arten zu retten. Doch genau so wichtig ist es, die Anwender und Verbraucher von TCM für den Artenschutz zu gewinnen", so Altherr abschließend.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) boomt - in Südostasien, aber auch zunehmend in Europa. Während Anwendungen wie Akupunktur und Massagen aus Artenschutzsicht unbedenklich sind, gilt dies nicht für jedoch Präparate, die Wildtiere enthalten, da durch die explosionsartig angestiegene Nachfrage immer mehr Arten an den Rand der Ausrottung geraten. Prominentestes Beispiel ist der Tiger, dessen Körperteile in ostasiatischen Apotheken horrende Preise erzielen. Doch auch das Überleben anderer Wildtiere, darunter Schildkröten, Schlangen, Schuppentiere, Seepferdchen und Antilopen, wird zunehmend gefährdet.

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