Schill-Partei heuert Wahlkampfmanager an

Wahlen 2002

Nach ihrem Beschluss zur Teilnahme an der Bundestagswahl trifft die Hamburger Schill-Partei jetzt organisatorische Vorbereitungen. Zwei Wahlkampf-Manager sind ab sofort für die Partei Rechtsstaatlicher Offensive im Einsatz. Der 38-jährige Dortmunder Diplom-Chemiker Detlef Münch wird für die alten Bundesländer zuständig sein, der 40-jährige Zahnarzt Dirk Weßlau aus Bernau übernimmt die Aufgabe in den fünf neuen Ländern. Beide Männer werden ehrenamtlich arbeiten. Die Schill-Partei hatte erst am Wochenende auf ihrem Bundesparteitag in Hamburg beschlossen, zur Bundestagswahl anzutreten.

Die Aufgabe der beiden Manager wird es sein, in allen 16 Bundesländern bis zum 18. Juli Landeslisten aufzustellen, wie Parteigründer Ronald Schill am Donnerstag in Hamburg sagte. Den Anfang macht Nordrhein-Westfalen auf einem Landesparteitag am Samstag. Am 6. Juli folgt Hamburg, am 7. Juli Schleswig-Holstein und zwei Tage später Thüringen. "Fünf bis zehn Prozent sind für uns bundesweit möglich", sagte Münch.

Neben der Organisation des Wahlkampfes sollen Weßlau und Münch eine Programmkommission zusammenstellen, die ein Wahlprogramm für die Schill-Partei erarbeiten soll. Bis zum 18. Juli sollen aus organisatorischen Gründen keine neuen Parteimitglieder mehr aufgenommen werden. So wolle man verhindern, dass ehemalige NPD- oder DVU- Mitglieder "durchrutschen", sagte Schill.

Thematischer Schwerpunkt des Schill-Wahlkampfes wird nach Angaben des Parteichefs die Rücknahme des Zuwanderungsgesetzes sein. "Nur 19 Prozent der Deutschen finden das Gesetz in Ordnung, das bedeutet ein Wählerpotenzial von 81 Prozent für uns", sagte Schill.