Russisches Roulette ohne Kondom weiterhin beliebt

14.000 neue Aids-Infektionen täglich

Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist mit fünf Millionen Menschen nach Angaben der UNAids und der Weltgesundheitsorganisation WHO in diesem Jahr auf eine Rekordzahl angewachsen. Drei Millionen Menschen sind alleine in diesem Jahr an der Immunschwächekrankheit gestorben, berichtet BBC-Online. Die Gesundheitsorganisationen warnen davor, dass der Gipfel der Neuinfektionen noch nicht erreicht sei. Besonders stark könnte die Zahl in Osteuropa und Zentralasien steigen. Dennoch ist immer noch mehr als ein Drittel der Befragten der zweiten "Durex Global Sex Survey" bereit, ohne Kondom mit einem neuen Partner zu schlafen, hatten 41 Prozent in den letzten 12 Monaten ungeschützten Sex mit einem neuen Partner. Dies ist besonders fatal, da es um die Ehrlichkeit bezüglich sexueller Vergangenheit und Gegenwart nicht gut aussieht.

Dies gilt auch dann, wenn die Befragten sich in einer langjährigen Beziehung befinden. Fast die Hälfte ist nicht ehrlich, was sexuell übertragbare Krankheiten anbelangt, beinahe ebenso viele legen auch nicht die Anzahl der bisherigen Sexualpartner offen.

Geschätzte 40 Millionen Menschen sind mit dem HIV infiziert. Darunter befinden sich 2,5 Millionen Kinder. Nach Angaben der UNAids infizieren sich täglich 14.000 Menschen täglich mit HIV. Die Zahlen sind in diesem Jahr noch verlässlicher, da bei der Erhebung zum Teil neue Methoden angewendet wurden. In Afrika südlich der Sahara sind 30 Prozent aller weltweiten Infektionsopfer zu Hause. Alleine in Südafrika sind 5,3 Millionen Einwohner HIV-positiv. Damit steht dieses Land weltweit an der Spitze. 39 Prozent der Bevölkerung Botswanas sind HIV-positiv. Als besonders dramatisch wird auch der ständig steigende Anteil von Aids-Infektionen in China, Indien, Indonesien und Russland bewertet. Viele der Infektionen werden durch unsaubere Injektionsspritzen, aber auch durch ungeschützten Sex übertragen.

UNAids-Direktor Peter Piot ist zwar der Ansicht, dass derzeitige Kampagnen durchaus positiv zu bewerten sind. Es bestehe aber weiterhin dringender Handlungsbedarf, ansonsten drohe die Erkrankung außer Kontrolle zu geraten, so Piot. Der gesamte Report soll am World-Aids-Tag, dem 1. Dezember, veröffentlicht werden.