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Vier Gen-Produkte in deutschen Supermärkten

Aufgespürt

Vier Produkte mit Gen-Zutaten sind nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace bis jetzt auf dem Markt: Eine Suppe und ein Getränkepulver der Firma Herbalife, ein asiatisches Tofu- Produkt und auch der Schokoriegel Butterfinger von Nestlé, der wieder vereinzelt angeboten werde. Die Produkte hatten die "Gen-Detektive" mit Hilfe von Verbrauchern herausgefunden. Nach der EU- Verordnung vom 18. April müssen Produkte mit Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen gekennzeichnet werden. Die Lücke sind dabei Milch, Eier und Fleisch, die nicht gekennzeichnet werden müssen, wenn die Tiere mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden.

"Der deutsche Markt ist praktisch gentechnikfrei. Ein großer Erfolg für die deutschen Verbraucher, die Gen-Food überwiegend ablehnen.", meint dazu Corinna Hölzel von der Greenpeace- Verbraucherorganisation EinkaufsNetz. Alle großen Lebensmittelhersteller und -händler hätten ihre Rezepturen dem Verbraucherwunsch entsprechend geändert.

Ähnliche Ergebnisse gebe es in anderen europäischen Ländern. "In Spanien, Italien, Griechenland, Schweden und Österreich haben Verbraucher dafür gesorgt, dass Gen-Produkte ganz vom Markt gedrängt worden sind.", so Hölzel. Nur wenige, meist importierte Produkte mit Gen-Zutaten würden in den übrigen EU-Ländern angeboten.

Dennoch habe die Verordnung eine gravierende Lücke: Milch, Eier und Fleisch müssen auch dann nicht gekennzeichnet werden, wenn Tiere mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden. "Der in Unwissenheit gehaltene Verbraucher finanziert so den weltweiten Anbau von Gen-Pflanzen mit", erklärt Hölzel. Umfragen von Emnid und Greenpeace belegten jedoch, dass die große Mehrheit der Verbraucher Gentechnik weder in Lebensmitteln noch im Tierfutter akzeptiert. "Diese Gesetzeslücke muss geschlossen werden", fordert Hölzel. Genmanipulierte Pflanzen seien eine Gefahr für die Umwelt. Einmal freigesetzt, könnten sie sich unkontrolliert ausbreiten und würden damit die biologische Vielfalt und die gentechnikfreie Landwirtschaft bedrohen.

 
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