Schon über 50 000 Besucher bei "geschmiedetem Himmel" in Halle

Bronzezeit

Mehr als 50 000 Besucher haben seit Mitte Oktober das Original der Himmelsscheibe von Nebra im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle gesehen. Das Interesse an der einzigartigen Ausstellung zur europäischen Bronzezeit, die noch bis zum 24. April 2005 zu sehen ist, reiße nicht ab, teilten die Veranstalter am Donnerstag in Magdeburg mit.

Die Schau "Der geschmiedete Himmel - Die weite Welt im Herzen Europas vor 3600 Jahren" zeigt mehr als 1600 bedeutende Exponate der Bronzezeit aus 18 Ländern. Zu den Höhepunkten gehört neben dem Original der Himmelsscheibe, die als bislang älteste Darstellung des Kosmos gilt, auch der Sonnenwagen von Trundholm, eine Leihgabe vom Nationalmuseum Kopenhagen.

Die Himmelsscheibe von Nebra, 1999 entdeckt, ist ein Schlüsselfund nicht nur für die Archäologie, sondern auch für die Astronomie und die Religionsgeschichte. Zusammen mit wertvollen Schwertern, Schmuck und Gerät wurde sie vor 3600 Jahren auf dem Gipfel des Mittelberges bei Nebra niedergelegt.

Die Ausstellung in Halle nimmt die Entdeckung der Bronzescheibe zum Anlass, in der Exposition das Weltverständnis der Bronzezeit im mitteldeutschen Raum der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Scheibe war von Raubgräbern gefunden und in einer fingierten Ankaufaktion sichergestellt worden.