CSU-Vize Seehofer soll VdK-Landesvorsitz in Bayern übernehmen

Fusion der Sozialverbände

CSU-Vize Horst Seehofer wird seine in der Union streitigen Ansichten künftig auch als Landesvorsitzender des Sozialverbands VdK Bayern vertreten. Der VdK-Landesvorstand nominierte Seehofer am Donnerstag einstimmig für dieses Ehrenamt. Die Wahl findet voraussichtlich am 23. April in Nürnberg statt. Seehofer kündigte an, er wolle als bayerischer VdK-Vorsitzender "gegen neoliberale Veränderungen" der Gesellschaft kämpfen. Es zeige sich, dass Reformen, die mit der Kürzung von Sozialleistungen verbunden seien, "keinen Erfolg" hätten.

Seehofer sagte der "Sächsischen Zeitung", er werde sich an der "interessanten Debatte" über weitere Veränderungen in Wirtschaft und Arbeitsmarkt intensiv beteiligen.

Der VdK setzt nach eigenen Angaben darauf, dass das "politische Schwergewicht" der Stimme des Sozialverbandes "ein noch größeres Gehör verschafft". Seehofer zähle zu den beliebtesten Politikern Deutschlands, weil er sich durch "Geradlinigkeit, Rückgrat und ein ausgeprägtes soziales Gewissen" auszeichne. Darüber hinaus sei er einer der renommiertesten Experten auf dem Gebiet der Sozial- und Gesundheitspolitik.

Sozialverband VdK und Sozialverband Deutschland wollen fusionieren

  1. Januar 2005 - VdK-Präsident Walter Hirrlinger und SoVD-Präsident Adolf Bauer erklären:

Verhandlungskommissionen des Sozialverbands VdK und des Sozialverbands Deutschland (SoVD) haben am 28. Januar mitgeteilt, dass beide Verbände fusionieren wollen. "Ziel der Verhandlungen ist eine Fusion beider Sozialverbände", teilten sie in einer Presseerklärung mit.

"Wir haben als ersten Schritt auf dem Weg zu einer Fusion eine enge Zusammenarbeit in sozialpolitischen Fragen beschlossen", heisst es weiter. Wir werden künftig gemeinsame Stellungnahmen zur Sozialpolitik abgeben."

Hinter den gemeinsamen Erklärungen zur Sozialpolitik "steht die Kraft von fast zwei Millionen Mitgliedern", heisst es selbstbewusst. Die nächste Gesprächsrunde soll Anfang April stattfinden.