"Drastische Emissionsreduktionen" durch Bio-Ethanol

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Durch die Beimischung von Bio-Ethanol zum Diesel-Treibstoff können nach Auffassung der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien (EUROSOLAR) Emissionen drastisch reduziert und die Treibstoffkosten gesenkt werden. Der Verband reagierte damit auf die "drohenden Klagen gegen einige Städte" wegen Überschreitens der Grenzwerte von Partikelemissionen. Mithilfe der Beimischung von Bioethanol zum Dieseltreibstoff würden sich die Partikelemissionen um bis zu 46 Prozent reduzieren lassen. Die Rußemissionen könnten um 11 bis 70 Prozent verringert werden, der Ausstoß von Kohlenmonoxid um 28 Prozent und die Stickoxide um 2 bis 6 Prozent. EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer findet es unverständlich, warum in den kurz- und mittelfristigen Maßnahmenkatalogen von Städten und Gemeinden die Beimischung von Bioethanol zum Dieseltreibstoff nicht aufgegriffen werde.

Aufgrund der gesetzlichen Steuerbefreiung von Biokraftstoffen könnten damit gleichzeitig die Treibstoffkosten gesenkt und insgesamt der Umstieg auf alternative Treibstoffe in Deutschland forciert werden. Mit einer Ausweitung der Anwendungsmöglichkeiten für Bio-Ethanol könne ein weiterer Aufschwung erreicht werden. "Die sich aus dieser Steuerbefreiung ergebenden Möglichkeiten sind bisher vielen, auch den Städten, nicht bewusst", betonte Scheer.

Ethanol-Diesel-Mischungen würden weltweit in mehreren Ländern eingesetzt beziehungsweise getestet. Dazu zählten Brasilien, die USA, Kanada, Australien und Indien. Wegen der Absenkung des sogenannten "Flammpunktes" seien aber höhere Sicherheitsvorkehrungen wie beispielsweise die Modifikation des Kraftstofftankes notwendig.