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Neue Filzvorwürfe gegen Bundesamt für Strahlenschutz

Atombehörde

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter wird mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Wie das Hamburger Magazin "Stern" am Mittwoch berichtete, vergab das BfS mehrfach Gutachterverträge an persönliche Bekannte von BfS-Präsident Wolfram König. Demnach ging ein Gutachterauftrag über etwa 300.000 Euro an die Firma Wibera Wirtschaftsberatung AG. Hans-Albert Lennartz war der zuständige Projektleiter bei der Wibera. Lennartz war in den 90er Jahren Politiker der Grünen und Regierungspräsident von Hannover, der heutige BfS-Präsident König war damals sein Sprecher.

Das Bundesamt warf dem Blatt vor, den Eindruck zu erwecken, das BfS sei bei der Auftragsvergabe rechtswidrig vorgegangen. Das entbehre jeglicher sachlichen Grundlage. Die Vorwürfe beruhten auf "konstruierten Zusammenhängen", hieß es. Das BfS behalte sich vor, gegen solche Diffamierungen "auch rechtlich vorzugehen".

Lennartz sagte dem "Stern", er habe den BfS-Gutachterauftrag "völlig regulär" nach einer Ausschreibung gewonnen. Dem Magazin zufolge honorierte die Atombehörde auch das Institut des Kasseler Stadtplaners Detlev Ipsen für Beratungsaufgaben. Der Professor hatte seinerzeit die Diplomarbeit des späteren BfS-Präsidenten betreut.

Über 2,2 Millionen Euro sollen unter König an die Berliner Anwaltskanzlei Gaßner gegangen sein. Mit ihr sei König durch die Mitgliedschaft in dem von Anwalt Hartmut Gaßner gegründeten Energieverein verbunden, heißt es in dem Bericht.

In der vergangenen Woche hatte sich der Haushaltsausschuss des Bundestags mit Vorwürfen der Opposition zu Gutachteraufträgen des Bundesamtes beschäftigt.

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