Nicht nur Geldof kämpft gegen die Armut

Vorbereitung auf G8-Treffen

Das G8-Treffen in Schottland wirft seine Schatten voran. Aber nicht nur die Staats- und Regierungschefs befassen sich mit der Lage in der Welt. Auch viele soziale Bewegungen und NGOs bereiten ihre Protestaktionen vor. Das meiste Aufsehen wird Bob Geldofs Rockfestival gegen die Armut erregen. Lateinamerikanische Gruppen bieten Inhaltliches zum Thema. So legen sie dar, dass Armut weiblich sei.

Bob Geldof hat mehrere zeitgleich statt findende Konzerte in europäischen und amerikanischen Großstädten mit Superstars wie Paul Mc Cartney, Sting, Annie Lennox und vielen mehr organisiert und lässt damit das "Live Aid"-Spektakel von 1985 wieder aufleben.

Derweil haben sich lateinamerikanische soziale Bewegungen in Chile getroffen und in einem ausführlichen Kommuniqué dargelegt, dass seit 1990 weltweit 270 Millionen Menschen an den Folgen der Armut gestorben seien. Besonders betroffen seien Frauen und Kinder.

Armut sei dabei nicht nur materiell zu sehen. Auch mangelnde Informationen über die Rechte des Einzelnen führten zu Armut und Ungleichheit, sagte Monica Maureira von Oxfam International. Weiterhin kritisiert das Komuniqué, dass die Industriestaaten weiterhin ihr Versprechen brechen, mindestens 0,7 Prozent des Bruttoinlandproduktes für Entwicklungspolitik auszugeben.

In der ersten Juliwoche wollen weltweit hunderttausende Menschen für die Kampagne gegen die Armut auf die Straße gehen.